Mutter trifft verstorbene Tochter wieder

Die Programmierung des Avatars dauerte acht Monate. (Video: Tamedia)
Die Programmierung des Avatars dauerte acht Monate. (Video: Tamedia)
Jang Ji-sungs Tochter Nayeon starb 2016. Mithilfe von Virtual Reality konnte die Südkoreanerin ihrer Tochter noch einmal begegnen.
Berührend: Eine Mutter kann mit Hilfe der virtuellen Realität mit toten Tochter (7) interagieren. Im südkoreanischen Fernsehen wird übetragen, wie Jang Ji-sung ihre verstorbene Tochter Nayeon wieder sieht. Das Mädchen war 2016 an einer Immunerkrankung gestorben, berichtet die "Aju Business Daily". Mit der VR-Simulation soll die Mutter ihre Trauer bewältigen.

Die Szenen sind aber nicht nur berührend, sondern auch etwas beunruhigend: "Mama!", ruft das virtuelle Mädchen, und läuft davon. "Wo warst du, Mama? Hast du an mich gedacht?", ruft es dann. Die sichtlich emotional mitgenommene Frau antwortet: ""Das mache ich die ganze Zeit." So geht die Interaktion weiter, Mutter und virtuelle Tochter sagen sich, wie sehr sie sich vermisst haben.



CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Und sichtlich ängstlich versucht die Frau, ihre Tochter zu berühren. "Mama, bitte halte meine Hand", sagt der Avatar, woraufhin Jang Ji-sung in Tränen ausbricht. Das Projekt ist Teil des Dokumentarfilms "I Met You", der am 6. Februar ausgestrahlt wurde. Acht Monate lang haben dazu Produzenten mit VR-Technologie ein Abbild des toten Mädchens erstellt, Bewegungen eines Kindes animiert und einen virtuellen Park geschaffen.

Am Ende wurde dem Avatar das aus Fotos und Videoaufnahmen entnommene Gesicht von Nayeon sowie ihr Körper und ihre Stimme dem VR-Model angepasst. "Vielleicht ist es ein echtes Paradies", sagt Jang Ji-sung nach dem Treffen, das auch Nayeons Vater, Bruder und Schwester mitverfolgt haben. Und: ""Ich sollte sie mehr lieben, statt sie zu vermissen und mich so krank zu fühlen."



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