Masken-Pflicht bei Geburt! Mama fiel fast in Ohnmacht

Entbindung mit Maske
Entbindung mit Maskeistock
Dramatische Szenen spielten sich in einem Spital in Niederösterreich ab: Eine 30-Jährige musste bei der Entbindung eine Mund- und Nasenschmaske tragen und verlor dabei fast das Bewusstsein.

Was einer der schönsten Tage in ihrem Leben sein sollte, ist für Julia (Name geändert) nur noch eine qualvolle Erinnerung. Die 30-Jährige brachte in einem Spital in Niederösterreich ihr zweites Kind auf die Welt. Weil in dem Krankenhaus viele Corona-Patienten behandelt wurden und sich auch Personal mit Covid-19 angesteckt hatte, musste sie während der Geburt eine Atemschutzmaske tragen.Und das obwohl Julia nie positiv auf Corona getestet wurde.

"Ich habe die ganze Zeit gesagt, mir ist schlecht. Ich musste mich übergeben und hatte Atemnot", erinnert sich die Frau im Gespräch mit "Heute". Während den Presswehen wollte sich Julia schließlich die Maske vom Gesicht reißen, doch die Hebamme schritt sofort ein. "Sie meinte die Gefahr einer Ansteckung ist zu groß."

"Ich habe nur noch geweint und am ganzen Körper gezittert."

Hilflos stand Julias Mann, ebenfalls mit Maske, im Kreissaal. "Ich bekam keine Luft und hatte das Gefühl, dass ich bewusstlos werde. Mich überkam auch die Panik, dass meinem Kind oder mir etwas passieren könnte", erzählt die Mutter. Nach drei fürchterlichen Stunden war das Baby auf der Welt. Selbst nach der Entbindung hatte die 30-Jährige noch Kreislaufprobleme und musste eine Infusion bekommen. "Ich habe nur noch geweint und am ganzen Körper gezittert." Nach der Geburt durften Julia und ihr Mann mit ihrem Kind alleine sein. "Da haben wir die Masken runtergenommen. Mein Mann musste nach 2,5 Stunden das Spital verlassen. Ich wurde mit dem Neugeborenen im Zimmer isoliert. Es durfte uns niemand besuchen." Erst als Julia zwei Tage später entlassen wurde, sah sie ihren Mann wieder.

Als die 30-Jährige erfuhr, dass mehrere Mütter mit Maske entbinden mussten, konnte sie nicht mehr schweigen: "Zwei Wochen nach der Geburt hatte ich noch Momente, wo mich die Angst überkommen hat und ich weinen musste. Das Spital hätte sich besser um die Schwangeren kümmern und eine andere Lösung finden müssen."

Das Einzige was Julia positiv in Erinnerung geblieben ist: "Ich habe das Besuchsverbot extrem angenehm gefunden. Man hat Zeit für sich und das Baby. Normalerweise liegt man zu zweit oder zu dritt im Zimmer. Da ist dann schon viel los, wenn jeder Besuch bekommt. Als frischgebackene Mama kommt man nicht wirklich zur Ruhe. Vielleicht kann man das Verbot auch nach Corona noch beibehalten beziehungsweise so anpassen, dass nur Ehemann und Geschwister kommen dürfen. Freunde und Familie können dann kommen, wenn man zu Hause ist."

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