Mutter und Tochter mussten am Berg übernachten

Eine Horrornacht mussten eine Mutter mit ihrer zwölfjährigen Tochter und einem deutschen Begleiter auf einem Berg im Tiroler Leermos verbringen: Sie hatten sich am Dienstag im Nebel verirrt. Ausgerüstet waren sie außerdem mangelhaft.

Die Ausflügler waren am Dienstag von Ehrwald aus auf den Daniel gestiegen. Am Meirtljoch beschlossen die drei umzukehren, weil ihnen der Weg zu weit wurde. Dabei verirrten sie sich aber auf dem ungenügend markierten Steig im dichten Nebel.

Notruf konnten sie keinen absetzen, weil kein Netz vorhanden war. Als es finster wurde und sie einsehen mussten, dass sie es nicht mehr bis ins Tal schaffen würden, richteten sich die drei in etwa 1.600 Meter Seehöhe einen Schlafplatz ein - ohne passende Kleidung, das Essen war ebenfalls schon knapp. Wasser tranken sie aus einem nahen Bach.
Mittwochfrüh stieg der Mann dann alleine in Richtung Plansee ab, um Hilfe zu holen. Doch der Deutsche verirrte sich erneut. Völlig erschöpft traf er erst am Abend einen Jäger, der schließlich die Rettungskette einleitete.

Frau und Tochter wurden von einem Rettungshubschrauber geborgen. Sie waren stark unterkühlt und standen unter Schock. Die Gruppe war auf die Tour schlecht vorbereitet, sagte Andreas Thaler, Alpinpolizist aus Vils.

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