Mutter von totem "DJ-Flava" im Gespräch

Nach der Bluttat an "DJ Flava" aus Wien spricht die Mutter des Opfers: "Schon vor einiger Zeit machte meine Schwiegertochter am Telefon die seltsamsten Andeutungen."

Mit zittriger Stimme und von Weinkrämpfen geschüttelt versucht ibira M. nach der Bluttat an ihrem Sohn Arnel die richtigen Worte zu finden. "Er hat mich noch eine Stunde vor dem tödlichen Streit angerufen. Dass ich seinen Anruf verpasst habe, werde ich mir nie im Leben verzeihen", klagt die 61-Jährige.

Der Wiener DJ soll von seiner Ehefrau Jasmina M. in der gemeinsamen Wohnung in der Karl-Heinz-Straße durch einen Stich in den Oberkörper getötet worden sein. Die 38-Jährige (es gilt die Unschuldsvermutung) sagte im Verhör aus, dass der Mann die beiden Kinder (18,11) und sie seit Jahren mit einem Gürtel geschlagen habe. Als er seine Adoptivtochter am Samstag erneut misshandelt habe, sei es zu der blutigen Auseinandersetzung gekommen.

ibira M. will indes nicht glauben, dass ihr Sohn ein aggressiver Schläger gewesen sein soll. "Jasmina und Arnel haben sich sehr geliebt, aber oft wegen der Kinder gestritten. Er hat mir erzählt, dass ihm seine Frau verbietet, sich in die Erziehung einzumischen, und dass sie ihn wie einen Hund behandeln würde."

Erschüttert berichtet sie über eines der letzten Telefonate mit ihrer Schwiegertochter: "Sie hat mir gesagt, dass heuer sein letzter Geburtstag sein wird. Ich dachte, sie meinte, dass sie sich von ihm trennen wolle. Ich kann nicht fassen, dass mein Sohn jetzt tot ist." Ihre Familie hat nur einen Wunsch: "Wir möchten ihn in Bosnien bestatten. Sollte das nicht klappen, weiß ich nicht, ob mein Mann oder ich das überleben."

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