Mutter zog Baby an Beinen senkrecht aus Bettchen

Mutter und Vater vor Gericht.
Mutter und Vater vor Gericht.Bild: privat

Ein überfordertes Paar (22, 28) aus dem Waldviertel soll seine drei Kinder vernachlässigt und gequält haben. Die Kleinen erlitten Knochenbrüche, die Eltern kamen vor Gericht glimpflich davon.

Wegen Quälens und Vernachlässigen der Kinder sowie schwerer Körperverletzung musste ein junges Paar aus dem Waldviertel gestern in Krems vor Gericht.

Bereits in der Lehrzeit im Jahr 2016 war die heute 22-jährige Dreifachmama schwanger geworden, hauste mit ihrem arbeitslosen Freund (28) bei ihren Eltern im Keller.

Die Kinder interessierten den 28-Jährigen recht wenig, viel mehr seine Freunde, Spielkonsole und Schlafcouch. Kind Nummer zwei und drei ließen nicht lange auf sich warten, die arbeitenden Großeltern kümmerten sich so gut es ging um ihre Enkerl.

Bedingte Haftstrafen

Aus Überforderung und Frust soll die 22-Jährige ihre Kinder öfter grob angepackt, senkrecht an den Beinen aus dem Gitterbett gezerrt haben. Die Kleinen erlitten etwa einen Schienbeinbruch, Oberschenkelfraktur, Rippenbrüche, eine Hirnblutung und Hämatome.

Die Oma (45) vor Gericht Richtung Tochter: "Nur Kinder in die Welt setzen, nix hackeln, das geht nicht." Die dreifache Mutter meinte beim Prozess nur lapidar: "Ich war überfordert, es tut mir leid."

Die (rechtskräftigen) Urteile: 20 Monate bedingt für sie, zehn Monate bedingt für ihn (Anm.: er hatte nur zugesehen und nichts gemacht) – Kind Nummer 4 ist unterwegs.

Das Baby wird aber sofort wieder vom Jugendamt übernommen werden. Die Mutter bekam (nach den Misshandlungen) eine Gemeindewohnung in einem Ort im Waldviertel, lebt jetzt dort.

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