Mysteriöser Tod eines Häftlings: Ermittlungen laufen

Bild: Daniel Schaler

Nach dem Tod eines Häftlings erheben die Angehörigen schwere Vorwürfe gegen die Justizanstalt Hirtenberg (Bezirk Baden). Der 55-Jährige soll seit einem halben Jahr unter starken Bauchschmerzen gelitten haben, vom Anstaltsarzt aber nur Schmerzmittel und Infusionen bekommen haben. Im Dezember starb er an einem Multiorganversagen. Momentan laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung.

Nachdem der Häftling immer wieder auf seine Schmerzen hingewiesen hat, wurde er in ein Wiener Spital gebracht. Dort wurde ein Hodenbruch diagnostiziert. Ein für November angesetzter Operationstermin wurde kurzfristig verschoben, zwei Wochen später musste der Straftäter erneut in das Krankenhaus – Intensivstation!

Der Zustand des Häftlings hatte sich so stark verschlechtert (Leber- und Nierenversagen, Bauchspeicheldrüsenentzündung), dass er schließlich am 6. Dezember im Spital starb. Die Hinterbliebenen wollen nun wissen, wieso es zu dem für sie unerwarteten Tod kam. Und sie wollen klären, ob die Justizanstalt oder das Spital ein Verschulden trifft. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

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