Na platsch! So cool bekämpft Wien die Sonnenbrand-Hitze

Wiener Stadträte Jürgen Czernohorszky und Ulli Sima präsentieren "Sommerspritzer", "Coole Stele" und "Brunnhilde" (v. l. n. r.)
Wiener Stadträte Jürgen Czernohorszky und Ulli Sima präsentieren "Sommerspritzer", "Coole Stele" und "Brunnhilde" (v. l. n. r.)Christian Fürthner
Der Hitzewelle in Wien sollen "Sommerspritzer" und "Brunnhilde" einen Strich durch die Rechnung machen. Auf der Kärntner Straße sind sie heißbegehrt. 

Rund 260 Nebelduschen, Coole Stelen, Brunnen mit Sprühfunktion und über 1.100 Trinkbrunnen sorgen für Abkühlung in der bisher heißesten Phase des Jahres. Vor zwei Wochen präsentierten Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Planungsstadträtin Ulli Sima den Wienern die "coolen Maschinen" vorm Heldenplatz.

Czernohorszky im Flirt mit "Brunnhilde"

Auch wenn das Frühjahr in Wien im Vergleich zu vergangenen Jahren relativ kühl war, erleben wir derzeit, wie brutal die Hitze im bebauten Raum sein kann. Zwischen 1961 und 1990 gab es im Schnitt 9,6 Hitzetage pro Jahr, 2017 bis 2019 waren es bereits 37 bzw. 38 Tage. In der aktuellen Hitzeperiode mit Temperaturen über 30 Grad werden die Geräte wie Oasen von Passanten gesucht. Die App „Cooles Wien“ zeigt den Nutzern Abkühlungsmöglichkeiten in ihrer Umgebung. Im "Heute"-Interview stellte der Stadtrat seinen Liebling "Brunnhilde" vor, die neben Trinkwasser auch Sprühnebel bietet (Video unten).

Stadt Wien zündet den Öko-Turbo

Im April beschloss der Wiener Gemeinderat mit dem Förderprogramm "Lebenswerte Klimamusterstadt" in der Höhe von 100 Millionen Euro mehrere klimafreundliche Maßnahmen. Gemeinsam mit den Bezirken sollen bis 2025 Begrünungen, Kühlungsmaßnahmen, Entsiegelung von Beton- und Asphaltflächen, Beschattungen, mehr Wasser und der Ausbau von Parks für 20 Millionen Euro umgesetzt werden. Je nach Projekt werden 40, 60 oder 80 Prozent aus dem neuen Klimatopf der Stadt gefördert.

Czernohorszky betonte: "Wir müssen nicht nur alles tun, um die Klimakrise aufzuhalten, sondern auch unsere Stadt abkühlen. Mit mehr Grün und Cooling-Maßnahmen wollen wir die Lebensqualität in Wien noch besser machen. Die klimawandelbedingte Hitze macht allen Menschen zu schaffen, besonders Kindern und Menschen im Alter. Umso wichtiger ist es, Abkühlungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum zu schaffen."

Wasserparty beim Lokalaugenschein auf der Kärntner Straße 

SPÖ-Stadträtin Ulli Sima ging bei der Pressekonferenz am Ring in den Angriffsmodus: "Wir sagen den Hitzeinseln in der Stadt den Kampf an - mein Credo für die Stadtplanung ist es, mehr kühlendes Grün und zusätzliche Cooling-Maßnahmen in unsere Stadt zu bringen. Mit den vielen Cooling-Maßnahmen bieten wir Abkühlung für Jung und Alt zum Nulltarif – denn in unserer Stadt soll sich jeder wohlfühlen.“

Auf der Kärntner Straße wurde am Dienstag mit der Errichtung einer "coolen Stele" sowie eines "Sommerspritzers" direkt die Wasserschlacht eröffnet. Die beliebteste Einkaufsstraße der City mutierte durch das Hoch Yona zu einer Hitzemeile. Durstige Shoppende, Berufstätige, Spaziergänger, Touristen und Anrainer tranken und stellten sich in den kühlenden Sprühnebel (Video unten)

Keep Cool bei KarlPLATSCH

Am Schlingermarkt in Floridsdorf und in Wiens erstem Cooling Park im Esterhazypark sorgen begrünte und mit Sprühnebelanlagen und Sitzgelegenheiten ausgestattete Coolspots für Erfrischung. An 111 Spielplätze gibt es Wasserspielmöglichkeiten: Fünf neue Anlagen werden heuer fertiggestellt, u.a. auf der Wieden (Wanda-Lanzer-Park) und am Alsergrund (Lichtentalerpark). An brandheißen Tagen werden zusätzlich Sprühschläuche bei Hitze-Hotspots verlegt. Damit am stark frequentierten Karlsplatz kühle Köpfe bewahrt werden, wird ein Wasservorhang – der sogenannte KarlsPLATSCH – aufgestellt.

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