Nach neun Tagen voll Hoffen und Bangen gab es nun ein Happy End für die verzweifelte Besitzerin und ihren Hund: "Loki, der fremde schrecklich findet, ist gestern Abend einem Mann im Rollstuhl mit Hund am Beginn meiner Schleppe einfach nachgegangen!", war die Rollstuhlfahrerin am Donnerstag überglücklich und dankbar. Bis auf ein paar Kratzer war er unversehrt, schlummerte jedoch nach kurzer Zeit zusammengerollt am Bett ein – wohl hundemüde von den vielen Abenteuern.
Die verzweifelte Suche nach ihrem entlaufenen Liebling Loki hatten Hunderte auf Social Media verfolgt – viele unterstützten die Wienerin Vera H. und lieferten wichtige Hinweise auf den 9 Monate alte Laprador-Mischling oder machten sogar Sichtungen – geschnappt wurde der scheue Hund allerdings nicht, zog sich nur immer weiter stadtauswärts in die Natur zurück.
Helfer von verschiedenen Tierschutzorganisationen unterstützten, sogar die Polizei schaltete sich ein und empfahl bei Sichtungen sofort den Notruf zu wählen, damit Experten der Hundestaffel helfen können. "Ich habe, nachdem Loki auf der Hohen Warte gesichtet worden war, eine acht Kilometer lange Geruchsspur angelegt. Dafür bin ich stundenlang lang in der Nacht von der Armbrustergasse beginnend durch alle Parks, über die Hohe Warte und alle Sichtungspunkte ganz langsam und mit vielen Pausen abgefahren, zog dabei vorsichtig ein Handtuch hinter mir her."
Der Wienerin hatte den schreckhaften Hund aus einem Tierheim gerettet. Während sie in Barcelona weilte, entwischte dem Dogsitter am Donaukanal der Hund, wie sie auf Social Media veröffentlichte. Sofort nach ihrer Rückkunft, wir berichteten, startete sie die große Suchaktion und hielt Tag und Nacht Ausschau. "Ich rief, weinte und sang. Mir war wirklich kalt, als ich jeweils um 4 Uhr früh nach Hause kam."
Die Brandblasen auf ihren Fingern vom Bremsen des Rollstuhls und jede Menge blaue Flecken auf den Beinen sind bei ihr mittlerweile bereits vergessen. Denn erschöpft, aber überglücklich kann Vera H. nun wieder mit ihrem geliebten Loki kuscheln.