Am 13. April solle er eigentlich an der Seite von Thomas Gottschalk (71) wieder vor der Kamera stehen. Anlass dafür ist das TV-Event "Die Passion". Doch der Auftritt von Gil Ofarim steht nun auf der Kippe. Laut der "Bild am Sonntag" soll RTL aktuell darüber debattieren, wie sie auf die neusten Entwicklungen im Antisemitismus-Fall des 39-Jährigen reagieren.
Eine offizielle Entscheidung wurde zwar noch nicht getroffen, wie die deutsche Zeitung aus den Kreisen des Privatsenders jedoch wissen will, soll es tendenziell eher schlecht für den Sänger aussehen. Man wolle sich von ihm distanzieren.
Angefangen hat der Skandal im Oktober 2021, als Gil Ofarim einem Leipziger Hotel Antisemitismus vorwarf. Er behauptete, der Angestellte habe ihm den Check-in aufgrund seiner Davidstern-Halskette verweigert. Das Hotel hat die Vorwürfe stets bestritten, Ermittlungen der Polizei kamen zu keinem eindeutigen Ergebnis. Vergangenen Donnerstag hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Anklage gegen den 39-Jährigen erhoben – wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung.
Der Vorwurf des Musikers ließ sich trotz "umfangreicher Ermittlungen" durch Zeugen und einer Videoüberwachung offenbar nicht erhärten. Die Beamten seien laut dem Online-Portal "Spiegel" zum Ergebnis gekommen, dass der geschilderte Vorfall sich «so nicht ereignet» habe. Nun soll sich der Sänger vor Gericht verantworten müssen. Für den 39-Jährigen gilt bis dahin die Unschuldsvermutung. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen ihm laut Medienberichten bis zu fünf Jahre Haft.
Noch am Samstag ließ RTL den Fall von einem Medienexperten einordnen. Dieser ging nicht davon aus, dass die Geschehnisse dem Sänger zwangsläufig die Karriere kosten würden, und mahnt vor schneller Vorverurteilung. Ob der TV-Sender die Zusammenarbeit mit Gil Ofarim tatsächlich beendet und wie andere Auftraggebende reagieren werden, bleibt vorerst offen.