Nach AUA-Rettung: Millionen-Boni für Top-Manager

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Symbolbildapa/Picturedesk
Obwohl viele Mitarbeiter noch in Kurzarbeit und viele Tickets noch nicht Rückerstattet sind, sackt die AUA-Spitze Prämien in Millionenhöhe ein.

Das versprochene Geld der Regierung ist noch nicht ausbezahlt worden, die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines also noch tief in der Krise. Drei Viertel der Fluggäste warten selbst fünf Monate nach Stornierung der Flüge immer noch auf die Rückerstattung, hunderte, manchmal tausende Euro fehlen so auf dem Konto. Insgesamt wurden der Fluglinie von Türkis-Grün 450 Mio. Euro zugesichert, davon 300 als Kredit und 150 als Zuschuss.

Ende August sollen die ersten Zahlungen durchgeführt werden, doch schon jetzt wurde dem Topmanagement der "variable Gehaltsbestandteil" von 2019 ausbezahlt. Rund 200 Führungskräfte haben diese Boni-Zahlungen jetzt erhalten. Insgesamt belaufen sich diese auf 2,9 Mio. Euro, davon entfällt eine halbe Million Euro auf den Dreier-Vorstand.

Betriebsrat empört

"Dass sich das Topmanagement Boni ausbezahlt und gleichzeitig viele Passagiere auf die Ticketrückerstattung warten, da verstehe ich die Verhältnismäßigkeit nicht", so der Vorsitzende des Betriebsrats Rainer Stratberger. AUA-Sprecherin Tanja Gruber hingegen meint, bei den jetzt geflossenen Zahlungen an die Führungselite handele es sich um vertragliche Schulden aus dem vergangenen Jahr, die nun endlich beglichen werden konnten. Denn 2019 schrieb die AUA noch grüne Zahlen.

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