Nach Axt-Mord: Bio-Freak bekam 15 Jahre Haft

Bild: Screenshot YouTube

Am Wiener Landesgericht ist am Dienstag ein Mann wegen Mordes nicht rechtskräftig verurteilt worden. Er htte seinem Mitbewohner den Schädel mit einer Axt gespalten. Der Angeklagte selbst nahm die Strafe von 15 Jahren Haft an. Er gab an, sich ausgenutzt gefühlt zu haben.

Gerald M. (52) fühlte sich von Kindheit an betrogen und ausgenützt. Als Bursch wurde er von einem Priester missbraucht, als Erwachsener fühlte er sich ausgetrickst: Laut eigener Aussage soll eine bekannte Bio-Marke seine Idee gewesen sein. Vermarktet soll sie aber ein anderer haben, der Gewinne in Millionenhöhe dafür einstreifte.

Ende 2014 nahm sein Leben an einem verregneten Tag erneut eine tragische Wendung: Gerald M. hatte Mitleid mit einem Obdachlosen und wollte ihn eine Nacht bei sich schlafen lassen. Doch Miroslav V. (50) nistete sich ein und wurde gewalttätig gegenüber Gerald M.. Dem wurde es eines Abends zu viel. Sein Vertrauter Herbert Szlezak erinnert sich: "Als auch noch 'seine' Bio-Marke den 20. Geburtstag feierte, erschlug er Miroslav mit einer Axt und lebte vier Monate neben der Leiche."

Vor Gericht gab der Frühpensionist erst starke Kopfschmerzen an, weshalb der Prozess wegen einer Untersuchung auf Verhandlungsfähigkeit erst über zwei Stunden später starten konnte. Einer lebenslänglichen Strafe entging der Mann augescheinlich nur, weil er ein Geständnis abgelegt hatte und als vermindert zurechnungsfähig gilt.

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