Nach Blitzschlag droht Radaranlage einzustürzen

Die Luftraum-Überwachungsstation Goldhaube auf der Koralpe im kärntnerisch-steirischen Grenzgebiet ist seit mehreren Tagen schwer beschädigt. Die Anlage musste daraufhin abgeschaltet werden.

Die Luftraum-Überwachungsstation Goldhaube auf der Koralpe im kärntnerisch-steirischen Grenzgebiet ist seit mehreren Tagen schwer beschädigt.  Die Anlage musste daraufhin abgeschaltet werden.

Wie die Polizei bestätigte, hat in der Nacht auf Sonntag ein Blitz in die Kuppel eingeschlagen, Schneedruck machte der Anlage zusätzlich zu schaffen. Am vergangenen Wochenende hatte ein Kälteeinbruch heftige Gewitter in Kärnten ausgelöst.

Diese entluden sich unter anderem über der Koralpe, wodurch die Anlage des Bundesheeres in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Feuerwehr musste das Areal absperren, laut ORF Kärnten besteht sogar Einsturzgefahr. Die Überwachungsstation Goldhaube auf der Kärntner Koralm steht seit Donnerstag in der Früh still. Laut einem Ministeriumssprecher musste die Anlage, die erst Anfang Mai offiziell eröffnet worden war, abgeschaltet werden.

Andere Stationen springen ein

Die Luftraumüberwachung sei aber gesichert, hieß es. Derzeit übernehmen die beiden anderen Stationen die Aufgaben der stillgelegten Anlage, für die Dauer der Reparaturarbeiten wird eine mobile Station eingesetzt.

"Die Hülle ist durch mehrere Blitzschläge beschädigt worden, in der Nacht auf heute haben dann starke Sturmböen die Kuppel in Mitleidenschaft gezogen", sagte Major Peter Barthou. Die Schäden seien in der Früh bei einer Routinekontrolle entdeckt worden, daraufhin wurde die Anlage abgeschaltet. "Wir müssen erst feststellen, ob die Antennen auch Schaden genommen haben", so Barthou. Wie lange das dauern wird, steht noch nicht fest.

70 Millionen Euro für Umrüstung

Die Station auf der Koralpe war erst kürzlich zu einer modernen Long-Range-Radarstation aufgerüstet worden, die im Oktober vergangenen Jahres den Betrieb aufgenommen hat. Die Aufrüstung der Koralpe und der beiden anderen Stationen am Kolomannsberg (Oberösterreich/Salzburg) und am Steinmandl in Niederösterreich hat insgesamt rund 70 Millionen Euro gekostet.

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