Nach Brexit: Pfund stürzt ab, Börsen auf Talfahrt

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Der Ausstieg Großbritanniens schickt den Pfundkurs auf Achterbahnfahrt. In der Nacht auf Freitag stürzte die Währung um neun Prozent ab und erreichte mit 1,3459 Dollar den tiefsten Stand seit 1985.

Der Ausstieg Großbritanniens schickt den Pfundkurs auf Achterbahnfahrt. Noch in der Nacht auf Freitag stürzte die Währung um neun Prozent ab und erreichte mit 1,3459 Dollar den tiefsten Stand seit 1985.
"Wir haben so etwas noch nie gesehen. Das sind Bewegungen, die man nur einmal im Leben sieht", zitiert die BBC Joe Rundle von ETX Capital. Als Nachwahlprognosen einen knappen Sieg der EU-Befürworter vorausgesagt hatten, war das Pfund kurz vor Mitternacht auf 1,5 Dollar gestiegen. Die Kursgewinne waren aber nur kurzfristig - mit zunehmendem Auszählungsgrad zeichnete sich am Morgen ein Sieg der Brexit-Anhänger ab und das Pfund sank mit 1,3459 Dollar auf den niedrigsten Wert in den letzten 30 Jahren. Auch der Euro verlor am Freitagmorgen drei Prozent gegen den Dollar; Am späten Vormittag erholte sich die Währung wieder etwas und notierte zuletzt über 1,11 Dollar.

Größter Börsen-Krach seit 2008

Der Brexit versetzte die Börsen weltweit in den Sinkflug. Der Dax und der EuroStoxx50 brachen zur Eröffnung jeweils zehn Prozent ein. Der FTSE verlor knapp neuen Prozent - für alle drei der größte Einbruch seit der Finanzkrise 2008! Ähnlich hohe Verluste machten die Börsen in Mailand und Madrid - sie befürchten die größten Tagesverluste ihrer Geschichte. Der japanische Nikkei-225 schloss mit minus 7,26 Prozent.

Auch die Wall Street in New York kann sich dem Strudel nicht gänzlich entziehen. Die US-Börsiader hatten den Brexit für unwahrscheinlich gehalten; der Handel schloss im Plus. Der S&P Future liegt vorbörslich bereits 3 bis 3,5 Prozent im Minus. 

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