Österreich

Nach Corona-Krise „wieder regionaler werden"

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:59

Die Corona-Krise trifft auch die Landwirtschaft in OÖ. Gleichzeitig boomt aber der Direktvertrieb von regionalen Erzeugern. Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) im Interview.

„Heute": Wie geht's Ihnen selbst? Sind Sie auch im Home Office?

Max Hiegelsberger: „Ja, derzeit läuft so gut wie alles über Videokonferenzen. Die Termine sind eigentlich auf Null reduziert. Das macht es auch schwierig, das fehlt schon. Ich bin ja gerne unter Leuten."

„Heute": Die Krise ist für alle eine große Herausforderung. Wie geht's der Landwirtschaft?

„In der Landwirtschaft kann man ja keine Termine verschieben, das ist ein Problem. Gerade die letzten Wochen waren sehr arbeitsintensiv. Was für die Ernte nötig ist, muss jetzt passieren. Beim Rindfleisch spüren wir stark, dass die Großküchen und die Gastronomie wegfallen. Auch die Exportmärkte beim Holz sind weggefallen."

„Heute": Geschlossene Grenzen, unterbrochene Lieferketten. Regionalität ist extrem gefragt derzeit. Wenn jemand bewusst aus OÖ kaufen will, was macht man da am besten?

„Einfach auf die Website vom Genussland OÖ (genussland.at) gehen. Hier sind die Betriebe angeführt, dort kann man sich regional versorgen."

„Heute": Wie ist das Feedback der Direktvermarkter?

„Es gibt teilweise 30 bis 50 Prozent Steigerungen im Vergleich zum Vormonat bzw. zum Vorjahr um die Zeit. Ich möchte mich hier auch bei den Bürgern dafür bedanken, dass sie auf Regionalität schauen."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

„Heute": Ist die Krise für Direktvermarktung der Bauern eine Chance?



„Ja, durch die gestiegene Nachfrage professionalisiert sich dieser Bereich, das ist auch eine Chance. Ich glaube, es ist generell notwendig, dass Wirtschaftskreisläufe wieder regionaler werden."

Weitere Storys