Welt

Nach Cyberangriff: EU prüft Sicherheit von TV-Sendern

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:02

Die französische Mediengruppe TV5 Monde kämpfte in der Nacht auf Donnerstag gegen eine Hacker-Attacke, die angeblich von Mitgliedern der Jihadistenmiliz Islamischer Staat ausgeführt wurde. Jetzt will die EU auf Nummer sicher gehen und prüft, ob möglicherweise auch andere Sender in Europa schon einmal angegriffen wurden.

Die französische Mediengruppe , die angeblich von Mitgliedern der Jihadistenmiliz Islamischer Staat ausgeführt wurde. Jetzt will die EU auf Nummer sicher gehen und prüft, ob möglicherweise auch andere Sender in Europa schon einmal angegriffen wurden.

Die Terror-Gruppe Islamischer Staat legte letzte Woche für mehrere Stunden den Rechner der französischen Sendergruppe TV5 Monde lahm und teilte über deren Website und den Social-Media-Plattformen IS-Propaganda. Die EU-Kommission erwägt nun unter anderem eine Verschärfung der Richtlinie zur europäischen Netz- und Informationssicherheit.

Angriffe auf zentrale Stellen melden

Günther Oettinger, zuständiger EU-Kommissar für die Digitale Agenda, teilte der "" mit, dass man im engen Kontakt mit der französischen Regierung stehe und Informationen über die Cyber-Attacke erbeten habe. Oettinger arbeitet an einer Richtlinie, die die Sicherheit im Internet verbessern soll. Dabei sollen Unternehmen und Mitgliedstaaten künftig ausreichend auf Cyber-Angriffe vorbereitet sein. Zudem sollen Angriffe an zentrale Stellen gemeldet und diese Informationen zwischen den Mitgliedstaaten ausgetauscht werden. Das hat den Zweck, dass Hacker nicht dieselbe Methode zwei-, drei- oder viermal anwenden können, weil sie so lange unentdeckt bleiben.

Der EU-Kommissar erhofft sich, dass die Verabschiedung der Richtlinie noch vor der Sommerpause passiert. Das haben auch die Staats- und Regierungschefs im Europäischen Rat klar entschieden.

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