Der Dezember hat bisher so viel Schnee gebracht wie lange nicht mehr. Aber wie stehen die Chancen für das diesjährige Weihnachtsfest? Noch sind für Weiße Weihnachten alle Szenarien denkbar. Die Frage aller Fragen zu weißen Weihnachten lässt sich zum derzeitigen Stand nach Angaben der Wetter-Experten der Österreichischen Unwetterzentrale noch immer nicht seriös beantworten.
Prognosen mehr als zwei Wochen im Voraus gleichen einem Glücksspiel. Stattdessen können wir aber die Statistik bemühen, sie hält bereits einige spannende Details parat. Letztmals Schnee in allen Landeshauptstädten zu Weihnachten gab es demzufolge im Jahr 1996.
In den Landeshauptstädten liegt die Wahrscheinlichkeit für ein weißes Weihnachtsfest in den vergangenen 30 Jahren bei rund 20 bis 30%. Eine Spur mehr Hoffnung besteht für Schneefans in Innsbruck, hier fällt Weihnachten zu gut 40% schneebedeckt aus. Allgemein spielt die Seehöhe eine wichtige Rolle: Ab einer Höhe von etwa 500 m liegt die Wahrscheinlichkeit im Mittel bei ebenjenen 40 %, in 800 m Höhe bei 70 % und ab 1.200 m über 90 %.
Generell werden weiße Weihnachten in den Niederungen aber immer unwahrscheinlicher: In Wien beispielsweise halbierte sich deren Eintrittswahrscheinlichkeit von 40 auf 20%, wenn man die Zeiträume 1961-1990 mit 1991-2020 vergleicht.
Besonders in den 1960er Jahren lag zu Weihnachten häufig Schnee. In Klagenfurt war es damals sogar jedes Jahr weiß. Vor allem die Rekorde aus dem Jahr 1969 im Norden und Osten haben bis heute Bestand: Damals gab es in Linz 24, in Wien 30 cm, in Eisenstadt 39 cm und in St. Pölten sogar 50 cm der weißen Pracht.