Das sind die Hintergründe der Disco-Schlägerei

Nach der brutalen Schlägerei vor einer Disco in Regau werden derzeit alle Beteiligten befragt. "Heute" kennt die Hintergründe für die Übergriffe.

Er hämmerte mehrmals gegen die Tür, wollte unbedingt wieder in die Disco "Max & Moritz" in Regau (Bez. Vöcklabruck). In einem Video ist zu sehen, wie wenig später mehrere Türsteher aus dem Lokal stürmen und den rabiaten Disco-Besucher (24) attackieren (wir berichteten).

"Heute" kennt nun nähere Hintergründe für die brutalen Übergriffe. Demnach wurden die beiden Polizistinnen kurz zuvor eigentlich aufgrund eines Handy-Diebstahls zur Disco gerufen. Im Zuge der Amtshandlung fiel den Beamtinnen ein rabiater Discogast auf.

Warum der 24-jährige Portugiese derart ausrastete, ist derzeit noch nicht bekannt. Fest steht nur: Die Polizistinnen einigten sich mit der Security des Lokals darauf, mit dem Mann das Lokal zu verlassen. Die Türsteher sollten in der Disco bleiben. Die Türe wurde versperrt.

Dieses Vorgehen bestätigte auf "Heute"-Nachfrage auch Polizei-Pressesprecher David Furtner. Zu diesem Zeitpunkt war auch schon ein zweiter Streifenwagen auf dem Weg zur Disco.

Warum sich die Security-Mitarbeiter aber nicht an die Abmachung hielten und plötzlich aus dem Lokal stürmten, muss noch ermittelt werden.

Pfefferspray hätte Situation angeheizt

Die beiden Polizistinnen vor Ort wirkten gegen die darauf folgende wilde Schlägerei machtlos. "Sie wollten die Situation beruhigen. Ein Pfeffersprayeinsatz hätte die Stimmung vermutlich noch mehr aufgeheizt", so Furtner.

Auch bei der Polizei wird der Vorfall mit den Beamtinnen noch einmal aufgearbeitet. Sie sind diese Woche wie geplant im Dienst, blieben bei dem Vorfall unverletzt.

"Heute" erreichte am Mittwoch Disco-Besitzer Christoph H. Er meinte: "Wir nehmen den Vorfall sehr ernst und zum Anlass auch in Zusammenarbeit mit der Exekutive an unserem Sicherheitskonzept zu arbeiten."

"Ein Wechsel der Sicherheitsfirma steht im Raum."

Für seine Disco habe er eine externe Sicherheitsfirma für die Bereitstellung der Securitymitarbeiter beauftragt. "Hier steht auch ein Wechsel zu einem anderen Anbieter im Raum."

Im Gespräch betonte der Betreiber, dass das Einschreiten der Security-Mitarbeiter "nicht unseren Vorstellungen entspricht."

(mip)

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