Wegen einer brutalen Bluttat stand am Mittwoch ein 30-Jähriger vor Gericht in Wien: Im Mai 2015 hat der Pole in Aspern ein Ehepaar getötet, weil es den Mann beim Einbruch erwischte. Der Angeklagte wird wegen seiner unbehandelten Schizophrenie in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Dar Urteil ist rechtskräftig.
Wegen einer brutalen Bluttat stand am Mittwoch ein 30-Jähriger in Wien vor Gericht: Im Mai 2015 hatte der Pole in Aspern ein Ehepaar getötet, weil es den Mann beim Einbruch erwischte. Der Angeklagte wird wegen seiner unbehandelten Schizophrenie in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Dar Urteil ist rechtskräftig.
Seit rund 10 Jahren soll der Täter an einer unbehandelten paranoiden Schizophrenie leiden. Seit seiner Festnahme ist der Pole in der Sonderanstalt in Göllersdorf untergebracht, wo er auch behandelt wird. Ein Gutachter stellte fest, dass der Mann nicht schuldfähig sei, deswegen stand er am Mittwoch auch nicht wegen Mordes vor Gericht.
Dort sagte der Angeklagte, "Innere Stimmen hätten den Mord befohlen". Der Pole wurde in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen, das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Bluttat in Göteborg
Mitverhandelt wurde eine Bluttat vom 22. April 2015 in Göteborg. Der Angeklagte soll in Schweden in ein altes, verlassen wirkendes Haus eines 79-Jährigen eingebrochen sein und die Räumlichkeiten durchwühlt haben. Als der Besitzer nach Hause kam, soll der Pole den Mann mit einem Messer attackiert haben.
"Tantal" als Markenzeichen
Er stach mehrfach auf den Mann ein, an einer schweren Halswunde verstarb der Hausbesitzer schließlich. Mit dem Blut des Opfers schrieb er "Tantal" auf die Leiche.
Schreckenstat in Wien
Seine Gewalttat in Schweden weist zahlreiche Parallelen zu dem Wiener Fall auf. Der Pole lebte nach dem Angriff in Göteborg auf einem verwilderten Nachbargrundstück in Wien-Aspern. Wegen Hunger und Durst dürfte der 30-Jährige im Mai 2015 in das Haus des Ehepaares in der Donaustadt eingestiegen sein. Als die beiden auf den Eindringling aufmerksam wurden, attackierte er das Paar mit einem Messer und Schlägen. Der Sohn der Opfer entdeckte die Leichen seiner Eltern am nächsten Tag im Eingangsbereich des Hauses. Auf den Körper der Frau schrieb der Täter mit Holzlasur wieder "Tantal".
Anfang Juni wurde der 30-Jährige dann mit Europäischem Haftbefehl in Düsseldorf festgenommen und nach Österreich ausgeliefert.