Welt

Nach Fährdrama 48 tote Kinder in Kabine entdeckt

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:37

Allen 15 leitenden Besatzungsmitgliedern des vor eineinhalb Wochen gesunkenen südkoreanischen Fährschiffs "Sewol" droht eine Anklage wegen Fahrlässigkeit. Die Staatsanwaltschaft habe gegen vier weitere Crewmitglieder Haftbefehle beantragt. Währenddessen entdeckten Taucher immer mehr grausige Details: In einer Kabine wurden die Leichen von 48 Kindern gefunden.

droht eine Anklage wegen Fahrlässigkeit. Die Staatsanwaltschaft habe gegen vier weitere Crewmitglieder Haftbefehle beantragt. Währenddessen entdeckten Taucher immer mehr grausige Details: In einer Kabine wurden die Leichen von 48 Kindern gefunden.

Die , berichteten südkoreanische Sender. Doch werde der Zugang durch die starke Strömung erschwert. Es wird vermutet, dass in den Kabinen die meisten Passagiere eingeschlossen wurden. Bereits am Freitag hatte der US-Sender CNN berichtet, in einem Raum seien die Leichen von 48 Mädchen entdeckt worden.

Bis zum Samstagnachmittag stieg die Zahl der geborgenen Todesopfer auf 187. Es galten weiter 115 Menschen als vermisst. Nur 174 Menschen hatten gerettet werden können. Seit dem Untergang wurde bei den Tauchgängen zum Wrack kein Überlebender geborgen. Weil die Gefahr besteht, dass Leichen fortgeschwemmt werden, hat der Krisenstab weitere Schiffe eingesetzt.

Crewmitglieder vor Anklage

Den leitenden Crewmitgliedern wird - wie . Das Schiff war am 16. April vor der Südwestküste Südkoreas mit 476 Menschen an Bord gekentert. Die meisten waren Teenager auf einem Schulausflug.

Der Besatzung des Schiffes wurde von Anfang an vorgeworfen, das sinkende Schiff im Stich gelassen zu haben. Bereits wenige Tage nach dem Unglück wurden der 68-jährige Kapitän, die drittes Offizierin und der Steuermann wegen Fahrlässigkeit, Verstoßes gegen das Seerecht sowie anderer Vorwürfe verhaftet. Die Ursache für das Kentern des Schiffs ist weiter unklar.

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