Die Zahl der Atomkraftwerke in Japan sinkt. Im havarierten AKW Fukushima werden am Freitag vier der sechs Reaktoren offiziell außer Dienst gestellt.
Wie die Betreiberfirma Tepco am Montag mitteilte, werden die am schwersten beschädigten Reaktoren 1 bis 4 aus der Liste ihrer Anlagen gestrichen. Die Reaktoren 5 und 6, die bei dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami am 11. März 2011 weniger stark beschädigt worden waren, bleiben vorerst gelistet, werden jedoch später ebenfalls außer Dienst gestellt.
Höhere Sicherheitsauflagen
Mit der Entscheidung sinkt die Zahl der Atomreaktoren in Japan von 54 auf 50. Derzeit ist nur noch ein Reaktor auf der nördlichen Insel Hokkaido in Betrieb. Wenn dieser am 6. Mai zu Wartungsarbeiten abgeschaltet wird, muss Japan ganz ohne Atomstrom auskommen.
Grund für die meisten Abschaltungen sind die Anpassung der Anlagen an die verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Diese wurden infolge der Naturkatastrophe, die zum Ausfall der Kühlsysteme und zum Schmelzen der Brennstäbe in mehreren der Fukushima-Reaktoren führte, deutlich erhöht.