Österreich

Nach Gasleck: Wohnhaus droht Abriss

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:17

Eine leckende Erdgasblase unter einem Wohnhaus in der Remystraße in Wien-Favoriten bereitet Experten heftiges Kopfzerbrechen und der Feuerwehr viel Arbeit: Noch ist unklar, wie das Austrittsloch im Keller verschlossen werden kann. Sogar ein Teilabriss oder Abriss des Einfamilienhauses steht im Raum.

in Wien-Favoriten bereitet Experten heftiges Kopfzerbrechen und der Feuerwehr viel Arbeit: Noch ist unklar, wie das Austrittsloch im Keller verschlossen werden kann. Sogar ein Teilabriss oder Abriss des Einfamilienhauses steht im Raum.

Die Wiener Berufsfeuerwehr musste auch am Donnerstag durch Druckbelüftung dafür sorgen, dass die Gaskonzentration kein explosives Ausmaß annehmen kann. Für die Feuerwehr ist es ein aufwendiger Einsatz: Der Keller muss ständig von Messtrupps überwacht werden. "Der Hausbesitzer organisiert jetzt eine Fachfirma, die die Belüftung für die nächsten Tage übernehmen kann", sagte Christian Feiler von der WBF.

Sachverständige tüfteln unterdessen an einer Lösung, wie das Bohrloch, das zu einer - womöglich mehrere Quadratkilometer - großen Gasblase führen könnte, mit Beton versiegelt werden kann, ohne dass das Einfamilienhaus dafür weichen muss.

Experten sind sich nicht einig

"Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, es zu retten", hieß es vom Einsatzort. Wegen der Tragweite der Entscheidung können sich die Experten nicht so schnell zu einer Entscheidung durchringen. "Ein Teilabriss oder Abriss ist nicht ausgeschlossen", bestätigte Feiler.

Die ständige Belüftung soll das Haus vorübergehend sicher machen, bis eine endgültige Lösung gefunden ist. : Der Hausbesitzer hatte feuchte Flecken an den Kellerwänden bemerkt und jene Firma verständigt, die Jahre zuvor eine Sondierungsbohrung für eine Wärmeanlage durchgeführt hatte.

Erdgas und Feuchtigkeit hatten sich an dieser alten Bohrung entlang aus dem unter dem Haus liegenden Gestein langsam einen Weg nach oben gesucht. Die Spezialisten stellten fest, dass sich im Keller vermutlich schon über Tage oder sogar Wochen ein brennbares Gemisch angesammelt hatte.

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