Ein Zimmerbrand im fünften Stock des Simmeringer Johann-Hatzl-Hofes ist am Mittwochnachmittag bis in den Dachstuhl des Gemeindebaus durchgeschlagen. Als ein Großaufgebot der Feuerwehr anrückte, waren die Flammen schon aufs Dach übergegangen. Die Bewohner aus 27 Wohnungen mussten in Notunterkünfte gebracht werden.
"Die betroffene Stiege 15 musste komplett evakuiert werden – auch Anrainer von angrenzen Stiegenhäusern mussten ihre Wohnungen für die Dauer des Einsatzes verlassen", erklärt Feuerwehr-Sprecher Christian Feiler gegenüber "Heute". Insgesamt wurden drei Stiegenhäuser des Johann-Hatzl-Hofes evakuiert. Am frühen Abend konnte die Ausbreitung des Feuers endlich gestoppt werden, der Einsatz dauert aber an.
Der Brand hat für die Bewohner des Gemeindebaus harte Auswirkungen. Insgesamt 27 Wohnungen sollen derzeit nicht bewohnbar sein, berichtet die APA. Rund 100 Menschen wurden demnach vorübergehend in Notunterkünften untergebracht. Einige Familien kamen in städtische Einrichtungen, für andere Betroffene habe man Zimmer in umliegenden Hotels organisiert, heißt es. Nach dem Brand begleiteten Beamte der Gruppe Sofortmaßnahmen in ihre Wohnungen, um persönliche Gegenstände wie Kleidung oder Medikamente zu holen, erklärte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen.
Bei dem Großbrand wurde niemand ernsthaft verletzt. Wie Rettungssprecherin Corina Had bestätigt, musste ein 48-Jähriger einer leichten notfallmedizinisch versorgt werden, konnte aber wieder entlassen werden. Nach Informationen von "Heute" rückten die letzten Feuerwehrleute erst gegen 22 Uhr wieder ein. Wieso im fünften Stock das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar: Aufgrund der starken Zerstörung könne man bislang noch keine seriösen Angaben machen, heißt es.