Eine Anklage wegen Körperverletzung gegen den deutschen Rapper Marteria in den USA ist fallen gelassen worden. Das bestätigten am Dienstag die Staatsanwaltschaft und sein Anwalt. "Der Fall wurde eingestellt. Und ich kann Ihnen sagen, dass ich mit diesem Ergebnis zufrieden bin", sagte der Verteidiger Robert DeCurtins gegenüber der DPA. "Ich freue mich, dass mein Klient rehabilitiert wurde", betonte er am Rande einer geplanten gerichtlichen Anhörung. Marteria selbst war nicht anwesend. Doch nun meldet er sich erstmals zu Wort.
In seiner Stellungnahme auf Instagram kommt Marten Laciny, wie Marteria bürgerlich heißt, direkt auf den Punkt. «Meine Lieben, vor drei Wochen hatten meine Freundin und ich in den USA einen lautstarken Streit, der – worauf ich nicht stolz bin – zu einem Polizeieinsatz führte», erklärt der 40-Jährige. Weiter heißt es: "Auch wenn wir uns danach wieder vertragen haben, waren die letzten drei Wochen für uns, wie ihr euch sicher vorstellen könnt, extrem belastend." Er sei in den Medien vorverurteilt worden, sagt er. "Umso erleichterter sind wir beide nun, dass die amerikanischen Ermittlungsbehörden sämtliche Vorwürfe fallen gelassen und das Verfahren eingestellt haben." Zudem bestreitet er, dass es eine Kaution, eine Anklage oder auch ein Würgen gegeben habe.
Der gebürtige Rostocker war Polizeiangaben zufolge in der Nacht auf den 30. März in der US-Stadt Charlotte im Bundesstaat North Carolina kurzzeitig in Gewahrsam genommen worden. Der Vorwurf der Behörden gegen den "Lila Wolken"-Rapper hatte damals zunächst auf Körperverletzung durch Strangulation sowie Angriff auf eine Frau in einem Innenstadt-Hotel gelautet.