Österreich

Nach Horrorcrash: Verwirrung um Lenker

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:49

In der Nacht auf den 6. April verlor ein Lenker auf dem Inneren Mariahilfer Gürtel die Kontrolle über sein Auto, raste in einen Fußgänger und krachte anschließend in einen Lichtmasten, der das Fahrzeug in zwei Teile zerriss. Der 52-jährige Fußgänger starb, beide Insassen wurden schwerst verletzt. Aufgrund einer kuriosen Frage musste der Prozess am Montag vertagt werden: Es ist unklar, wer in jener Nacht hinter dem Steuer saß.

. Aufgrund einer kuriosen Frage musste der Prozess am Montag vertagt werden: Es ist unklar, wer in jener Nacht hinter dem Steuer saß.

Die beiden Fahrzeuginsassen, ein 35-Jähriger und ein 19-Jähriger, können sich an die Unfallnacht nicht erinnern. Beide wurden bei dem Horrorcrash schwerst verletzt. Dem 19-Jährigen, der Kopfverletzungen sowie einen Bruch des Oberschenkels, eines Lendenwirbels, des Kreuz- und Schambeins davontrug, rettete eine Notoperation das Leben. Dem 35-Jährigen wurden beide Beine zertrümmert. Er sitzt seither im Rollstuhl. Es ist fraglich, ob er je wieder gehen wird können.

Bei dem Älteren, der keinen Führerschein besitzt, wurde bei dem obligatorischen Alkotest 0,87 Promille gemessen. Bei dem Jüngeren wurde das in der Aufregung offenbar vergessen. Bei den Erhebungen zum Unfallhergang war darauf verzichtet worden, die am Ort des Geschehens tätigen Einsatzkräfte danach zu befragen, welcher der beiden Männer sich am Fahrersitz befunden hatte.

Befragung brachte keinen Aufschluss

Da sich beide Männer an die Unfallnacht nicht erinnern können, brachte auch die vor Gericht durchgeführte Befragung keinen Erfolg.  "Ich kann mich an den Vorfall nicht erinnern. Falls es wirklich passiert sein sollte, tut es mir schrecklich leid", sagte der 35-Jährige in seiner Einvernahme. Er finde es jedenfalls "generell eigenartig, dass ich gefahren sein soll". Grund hierfür sei, dass der Wagen "das Heiligtum" des Jüngeren gewesen sein soll, und ausser von ihm selbst und seiner Mutter, auf die das Auto zugelassen ist, prinzipiell von keinem gefahren wurde.

Auch der 19-Jährige konnte nichts von der Nacht berichten: "Vom Samstag hab' ich keine Erinnerung mehr, zum Unfall schon gar nicht". Als ihm nach der überstandenen Operation die Ärzte und seine Eltern erzählten, was passiert war, sei er "sehr verwundert" gewesen.

 

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