Welt

Nach Inferno: Tankzug endlich gelöscht

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:01

Fast zwei Tage nach der verheerenden Explosion eines entgleisten Tankzugs in Kanada ist der dadurch verursachte Großbrand endlich gelöscht. "Die Flammen, die Feuer sind gelöscht", sagte der örtliche Chef der Feuerwehr, Denis Lauzon vor Journalisten. Bei dem Unglück in der Kleinstadt Lac-Megantic in Quebec waren nach Polizeiangaben mindestens dreizehn Menschen ums Leben gekommen, 50 weitere werden noch immer vermisst.

ist der dadurch verursachte Großbrand endlich gelöscht. "Die Flammen, die Feuer sind gelöscht", sagte der örtliche Chef der Feuerwehr, Denis Lauzon vor Journalisten. Bei dem Unglück in der Kleinstadt Lac-Megantic in Quebec waren nach Polizeiangaben mindestens dreizehn Menschen ums Leben gekommen, 50 weitere werden noch immer vermisst.

Zwei Tankwaggons würden vorsichtshalber weiter mit Wasser besprengt, damit sie abkühlten, führte Feuerwehrchef Lauzon aus. An den Löscharbeiten hatten sich zahlreiche Feuerwehrleute aus der Umgebung sowie aus dem US-Staat Maine beteiligt.

Ein Sprecher der Provinzpolizei sagte, ein großer Teil des Unglücksortes sei den Ermittlern immer noch nicht zugänglich, weil die Feuerwehr die Bereiche noch nicht gesichert habe. Ermittler der kanadischen Behörde für Verkehrssicherheit untersuchten am Sonntag die Lokomotive und stellten Daten ihrer Black Box sicher.

"Viel mehr Opfer"

Der mit Rohöl beladene Zug war in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) führerlos durch Lac-Megantic gerast und entgleist, woraufhin mehrere Kesselwagen explodierten. Durch das Flammeninferno wurde das Zentrum der 6.000-Einwohner-Stadt völlig zerstört. Etwa 2.000 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen, einige von ihnen durften am Sonntag zurückkehren. Das Rote Kreuz richtete Notunterkünfte in mehreren Schulen der Umgebung ein.

Polizeisprecher Michel Brunet sagte, bisher seien dreizehn Leichen entdeckt worden. Da noch 50 Menschen vermisst würden, rechne die Polizei aber mit "viel mehr" Opfern. Ein Feuerwehrmann, der anonym bleiben wollte, hatte zuvor gesagt, zum Unglückszeitpunkt hätten sich allein 50 Menschen in einer Bar in der Nähe der Explosion befunden. Von dem Lokal sei nun "nichts mehr übrig".

"Wie ein Kriegsgebiet"

Die Identifizierung der Opfer dürfte sich schwierig gestalten, wie eine Vertreterin der Gerichtsmedizin, Genevieve Guilbault, sagte. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Leichen stark verkohlt seien. Angesichts der Schwere des Brandes sei nicht auszuschließen, dass manche Leichen gar nicht identifiziert werden könnten.

Der kanadische Premierminister Stephen Harper besuchte am Sonntag das zerstörte Stadtzentrum. "Das ist wie ein Kriegsgebiet", sagte er. Das Ausmaß der Zerstörung sei "unglaublich, schwer vorstellbar".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen