Welt

Nach Kino-Massaker: 220.000 Dollar für Opfer

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:22

Nach dem Kino-Massaker mit zwölf Toten in der US-Stadt Aurora (Colorado) fließen nach einem Zeitungsbericht mehr als fünf Millionen Dollar an die Geschädigten. Das Geld stamme aus privaten Spenden, berichtete die "Denver Post".

mit zwölf Toten in der US-Stadt Aurora (Colorado) fließen nach einem Zeitungsbericht mehr als fünf Millionen Dollar an die Geschädigten. Das Geld stamme aus privaten Spenden, berichtete die "Denver Post".

Die Hinterbliebenen der Todesopfer, die im Juli mutmaßlich von dem Amokläufer James Holmes bei der Premiere des jüngsten erschossen wurden, erhielten jeweils 220.000 Dollar (172.616,71 Euro). Dieselbe Summe gehe an fünf Menschen, die dauerhafte Hirnschäden erlitten hätten oder seit der Tat gelähmt seien.

Fast drei Dutzend andere Verletzte, die teilweise mehrere Wochen in Kliniken behandelt wurden, können ebenfalls mit Hilfszahlungen rechnen. Der ist wegen vielfachen Mordes angeklagt.

Weiteres Kino-Blutbad verhindert

Dank der Aufmerksamkeit einer Mutter hat die Polizei im US-Staat Missouri möglicherweise ein Blutbad nach dem Vorbild des Kino-Amoklaufs von Colorado verhindert. Wie aus Gerichtsdokumenten hervorging, nahmen die Ermittler der Kleinstadt Bolivar am Vortag einen 20-Jährigen fest, nachdem seine Mutter ihnen über das seltsame Verhalten ihres Sohnes berichtet hatte.

Dieser hatte demnach seine Psychopharmaka abgesetzt und sich Anfang der Woche ähnliche Waffen gekauft wie der mutmaßliche "Batman"-Todesschütze James Holmes.

Nach anfänglichem Leugnen gestand der 20-Jährige schließlich, während der Kino-Vorstellung des neuen "Twilight"-Films am Wochenende ein ähnliches Massaker wie Holmes geplant zu haben. Dann jedoch habe er sich überlegt, die Schießerei in den Supermarkt seiner Heimatstadt zu verlegen, da er dort an zusätzliche Munition gekommen wäre und somit noch mehr Menschen hätte töten können.

Der Polizei sagte der junge Mann weiter, er habe 400 Schuss Munition gekauft und am Dienstag erstmals Schießen geübt.

Er war laut Polizei 2009 schon einmal festgenommen worden, weil er damit gedroht hatte, einen Angestellten des Supermarkts zu erstechen. Nun wurde ein Verfahren, unter anderem wegen einer terroristischen Drohung und Angriffs, gegen ihn eingeleitet. Gegen Holmes läuft derzeit ein Gerichtsverfahren, bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihm die Todesstrafe.

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