Nach Klage: Tierarzt besitzt plötzlich 25 Gräber

Bild: privat

Ein jahrelanger Streit zwischen der Pfarre und einem Tierarzt am Nachbarsgrund in St. Veit (Stmk.) endete mit einer (vorläufig) grotesken Situation: Der Veterinärmediziner besitzt nun 25 Gräber.

Ohne sich im Grab umdrehen zu müssen, liegen jetzt 25 Verstorbene im 350-Seelen-Örtchen St. Veit plötzlich nicht mehr auf dem Pfarrfriedhof, sondern auf dem Terrain von Veterinärmediziner Christian Gölly (51). Neuvermessungen haben nämlich ergeben, dass rund 300 Quadratmeter Friedhofsfläche samt 25 Gräbern und einem Teil der Sakristei zur Nachbarliegenschaft gehören. Und der Besitzer des angrenzenden Bodens ist eben Tierarzt Gölly.

"Mir geht es nicht um die Gräber. Ich möchte nur andere zwölf Hektar Grund von der Kirche kaufen, darf aber nicht. Und darum werde ich meinen Anspruch auf das Friedhofsstück gerichtlich durchsetzen", so "Grabräuber" Gölly. Im Falle eines Vergleichs will er jedoch der Pfarre die Gräber schenken. Da die Diözese die Eigentumsverhältnisse ganz anders sieht und auch die zwölf Hektar keinesfalls veräußern will, muss jetzt das Gericht entscheiden.

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