Nach Konzertabsage: Türkischer Kulturverein klagt

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Nachdem die geplanten Konzerte einer türkischen Musikgruppe in Innsbruck und Henndorf (Salzburg) wegen der "parteipolitischen Ausrichtung" abgesagt wurden, hat der türkische Kulturverein nun rechtliche Schritte angekündigt.
Nachdem die geplanten Konzerte einer türkischen Musikgruppe in Innsbruck und Henndorf (Salzburg) wegen der wurden, hat der türkische Kulturverein nun rechtliche Schritte angekündigt.
Die beiden Konzerte sollten ursprünglich in der Gemeinde Henndorf in der Wallerseehalle und in der Olympiahalle in Innsbruck stattfinden. Nach eingehender Prüfung der Sachlage wurden die Veranstaltungen aber abgesagt, da sie auf einen parteipolitischen Inhalt ausgerichtet seien. Ein Experte hatte zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass die Musiker der rechtsextremistischen türkischen Organisation "Graue Wölfe" nahestehen.

Der türkische Kulturverein will nun rechtliche Schritte einleiten und hat bereits mit einem Anwalt gesprochen. Servet Baser, der Tiroler Koordinator des Österreichisch-Türkischen Kulturvereins sagte, man werde alles unternehmen, was man rechtlich machen könne. Baser bezieht sich dabei vor allem auf die Ausgaben für die Organisation, Lebensmittel, Getränke und Reklame. Laut dem Koordinator handelt es sich um ganz normale Musik, die keine Politik und völlig harmlos ist.

Während sich der Kulturverein über die Absage der Konzerte ärgert, befürwortet Landeshauptmann Günther Platter diese. "Ich habe immer betont, dass ich nicht zulassen werde, dass der polarisierende türkische Wahlkampf von außen nach Tirol hereingetragen wird," so der Landeshauptmann gegenüber der "APA". Für Platter gehören die Musiker ganz klar dem türkisch-nationalistischen und rechtsextremen Lager an.

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