Nach Malaria-Tod: "Es gibt keine Tests"

Nach dem tragischen Tod einer 86-jährigen Kärntnerin ist die Verunsicherung groß. "Heute" fragte beim Roten Kreuz nach, wie hoch das Risiko einer Ansteckung mit dem Tropenvirus durch Spenderblut tatsächlich ist.
Eine Sprecherin beziffert dieses mit eins zu mehreren Millionen: "Ein Restrisiko kann aber wie bei jedem Medikament (Blutkonserven gelten als Notfallmedikament) nicht völlig ausgeschlossen werden."



Von jedem Spender werde im Vorfeld aber verlangt, eine Reise in ein Malariagebiet anzugeben. Man müsse sich auf die wahrheitsgemäße Beantwortung verlassen.

Malaria ist eine Erkrankung, die durch einzellige Parasiten (Plasmodien) hervorgerufen wird. Sie ist nach wie vor die bedeutendste Tropenkrankheit und kommt weltweit in über 100 Ländern gehäuft vor.

In Österreich treten jährlich zwischen 50 und 100 Malariafälle auf. Dies sind importierte Krankheitsfälle - durch Fernreisen in Malariagebiete, meist auf Verweigerung der Prophylaxe oder ganz selten auf Versagen des Medikamentes rückführbar.

Die Erreger (Plasmodien) werden meist durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke auf den Menschen übertragen. Sehr selten kann Malaria auch durch Bluttransfusionen, Verwendung von gebrauchten Spritzen oder im Rahmen einer Geburt von einer infizierten Mutter auf das Kind übertragen werden.

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Malaria-Tests für alle Blutkonserven in Österreich wären zu aufwendig. Die Gefahr nimmt freilich zu – die Zahl der Fernreisenden steigt und einige von ihnen spenden, zurück in Österreich, Blut. (red)

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