Mama-Killer schwamm auf Flucht durch den Inn

Matthias S. (28) soll seine Mutter erwürgt haben. Danach flüchtete er im Auto seines Bruders, bevor er sogar ein Stück im Inn schwamm.

Gegen 10 Uhr Montagvormittag erreichte die Polizei der Notruf. Eleonore Sch. (63) soll von Sohn Matthias (28) in ihrem Haus in Polling (Bez. Braunau) erwürgt worden sein (wir berichteten). "Würgemale an Kinn und Hals deuten darauf hin. Die genaue Ursache soll nun eine Obduktion klären", so Staatsanwalt Alois Ebner.

Der Anruf bei der Polizei erfolgte durch Johannes Sch. (31), dem älteren Bruder des Tatverdächtigen. "Bereits gegen 9 Uhr hat mich Matthias mehrmals angerufen. Ich solle dringend kommen", erinnert sich der 31-Jährige, der rund 30 Kilometer entfernt in Deutschland lebt. Auch die alleinstehende Mutter (der Ehemann starb vor einigen Jahren) war erst vor einem Jahr von Altheim (Bez. Braunau) nach Polling gezogen.

Als er das Haus betrat, folgte der Schock. Die 63-Jährige lag reglos am Boden. "Ich habe noch versucht, sie wieder zu beleben", erinnert sich Johannes Sch.

In der Zwischenzeit schnappte sich der Verdächtige die Autoschlüssel des Bruders, flüchtete mit dem grauen Mercedes Richtung Deutschland.

In der Ortschaft Mining ließ er dann das Auto stehen und flüchtete zu Fuß. Dabei ist er sogar durch den Inn geschwommen. Völlig erschöpft hat der 28-jährige Student danach laut seinem Bruder bei Anrainern in Malching geläutet.

Mit Bruder zur Polizei gefahren



Von dort aus telefonierte er mit seiner Ex-Freundin. Diese wiederum verständigte anschließend den älteren Bruder. Nach rund einer Stunde war die Fahndung beendet, klickten die Handschellen. Zusammen mit dem Bruder wurde der Beschuldigte zur Befragung auf die Polizeiinspektion nach Passau gebracht. Es gilt die Unschuldsvermutung.

"Heute"-Recherchen ergaben, dass der 28-Jährige schon länger an einer Psychose leiden soll. In der Vergangenheit soll es aber keine Übergriffe auf die Mutter gegeben haben.

Im ganzen Örtchen (967 Einwohner) herrscht Bestürzung. "Sie ist erst vor rund einem Jahr zu uns gezogen, war eine sehr nette Frau. Wir haben uns immer wieder einmal beim Einkaufen getroffen und kurz miteinander gesprochen", so Vizebürgermeister Gerhard Rottinger zu "Heute".

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