Österreich

Nach Morddrohung: Facebook-Hetzer ausgeforscht

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:07

Vor dem Rechten-Kongress im Herbst 2016 in Linz sorgte ein Facebook-Posting auf einer FPÖ-nahen Seite für Aufregung: Ein gewisser Karl M. drohte damit, dass er linke Demonstranten (die gegen den Kongress auf die Straße gingen) "entsorgen" will. Jetzt konnte der Poster ausgeforscht werden. Anzeige!

Vor dem Rechten-Kongress im Herbst 2016 in Linz sorgte ein Facebook-Posting auf einer FPÖ-nahen Seite für Aufregung: Ein gewisser Karl M. , dass er linke Demonstranten (die gegen den Kongress auf die Straße gingen) "entsorgen" wolle. Jetzt konnte der Poster ausgeforscht werden. Anzeige!
Es hat etwas gedauert, bis der Verfassungsschutz die Daten von Facebook bekommen hat. Aber inzwischen konnte der Mann ausgeforscht werden: Es handelt sich um einen 53-jährigen Niederösterreicher aus Waldzell. Laut Polizei ist der Mann voll geständig. Er wurde wegen gefährlicher Drohung angezeigt. Strafrahmen: bis zu drei Jahre!

Mit der Anzeige setzen die Ermittlungsbehörden ein deutliches Signal, dass man auf Facebook nicht ungestraft irgendwelche Drohungen posten kann – auch nicht unter einem Decknamen. Und es sollte auch eine deutliche Warnung an die Betreiber der besagten FPÖ-nahen Seite sein, Postings, die darauf gemacht werden, besser zu kontrollieren. Darüber hinaus zeigt es natürlich auch, welch gewaltbereite Leser diese Seite hat.

Der Verdächtige postete im Wortlaut (unter einem Onlinebericht im Vorfeld der Demonstration der Kongressgegner): "hoffentlich sind sie auch kugelsicher (…), ich werde MG nester aufstellen, (…) unnötige kreaturen. Ihr gehört entsorgt und ich werde damit anfangen."

Der Staatsschutz hatte daraufhin sofort seine – wurde aber zunächst von Facebook gebremst, weil die Social-Media-Plattform die Daten zu dem User nicht an die Polizei weiterreichte.

Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest!

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