Autofahrer verärgert

Nach nur vier Jahren! Kein Update für Auto-Navi möglich

Im Österreichs Straßennetz gibt es laufende Änderungen. Das verlangt von Navis auch laufende Updates. Bleiben diese aus, sorgt das für Ärger. 

Österreich Heute
Nach nur vier Jahren! Kein Update für Auto-Navi möglich
Ein eingebautes Autonavi bekam keine Updates mehr, der Autobesitzer ärgerte sich darüber.
Getty Images/iStockphoto

So etwa bei einem Mann in Kärnten. Er hatte Anfang 2019 ein Auto gekauft, nach nur vier Jahren war es nicht mehr möglich, das Navi zu aktualisieren. 

Updates nur drei Jahre möglich

Der Cupra Ateca hat ein Navigationssystem eingebaut, Updates sind nicht mehr möglich. Der verärgerte Kunde wandte sich an den Hersteller und bekam nach mehrmaligen Nachfragen die Info, dass Updates nur drei Jahre lang möglich sind. Für den Besitzer nicht verständlich, hatte ihn der Neuwagen doch 54.000 Euro gekostet.

Fast über ein Jahr lang schlug er sich wegen der fehlenden Karten-Aktualisierungen mit dem Kundenservice herum, berichtet der "ORF". Konsumentenschützer Guido Zeilinger von der AK Steiermark ortet hier sogar eine mögliche bewusste Verkürzung der Lebensdauer durch den Hersteller. 

Gesetzliches Recht auf Updates

Außerdem verweist er auf das seit 2022 geltende Verbrauchergewährleistungsgesetz, laut dem ein Recht auf Updates gilt. Händler müssen dafür einstehen, dass das Produkt so lange aktuell ist, wie es von einem Produkt dieser Art erwartet werden kann. Das Minimum sind aber zwei Jahre, bei einem eingebauten Navi-Gerät könnten es wohl weitaus mehr sein, so der Konsumentenschützer. 

Updates bei den verschiedenen Autobauern sind zwischen fünf und zwölf Jahre verfügbar. Bei Hyundai gilt eine Mindestverfügbarkeit von zehn Jahren, eine "praktikable Größe", wie ein Sprecher betont. 

Nun doch Möglichkeit für Update gefunden

Der Autobesitzer aus Kärnten hat vom Hersteller 300 Euro Gutschrift als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten geboten, eine Aktualisierung des Navis sei aber weiterhin nicht möglich, hieß es ihm gegenüber. 

Nach Recherchen des "ZIB Magazins" ruderte der Hersteller aber zurück. Man habe den Fall neu aufgerollt und eine Lösung gefunden, um die Navigationsdaten nun doch aktualisieren zu können. In den nächsten Wochen soll der Besitzer die neuen Karten bei einem Händler eingespielt bekommen. 

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    Auf den Punkt gebracht

    • Ein Autobesitzer in Kärnten ärgerte sich, dass er nach nur vier Jahren kein Update mehr für sein Navigationssystem des 54.000 Euro teuren Neuwagens bekommen konnte
    • Laut Verbrauchergewährleistungsgesetz haben Kunden ein Recht auf Updates, und einige Autohersteller bieten diese für bis zu zwölf Jahre an
    • Nach langem Hin und Her mit dem Hersteller erhielt der Besitzer schließlich eine Entschädigung, aber keine Möglichkeit für ein Update
    • Nach weiteren Diskussionen fand der Hersteller schließlich doch eine Lösung, um die Navigationsdaten zu aktualisieren
    red
    Akt.
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