"Das war sicher meine beste Fahrt hier", jubelte der Doppel-Weltmeister von 2021 nach dem wilden Ritt auf der pickelharten Stelvio, der Kriechmayr schließlich seinen 14. Weltcup-Erfolg einbrachte. "Das ist schon hoch einzustufen, in meiner Karriere. Das ist die zähste Abfahrt im Jahr, natürlich will man hier einmal gewinnen. Dafür muss man von oben bis unten alles riskieren. Man muss sich voll am Limit bewegen, zum Glück ist mir alles aufgegangen", strahlte der 30-jährige Oberösterreicher.
Weniger zu lachen hatten derweil die Schweizer Speed-Stars. Denn die beschwerten sich nach dem Rennen über die pickelharte Piste, waren mit der Präparierung alles andere als einverstanden. Vor allem Marco Odermatt, der seinem Abfahrts-Premierensieg weiter hinterherfährt, Vierter wurde, haderte mit den Pistenbedingungen: "Ich finde es gut, es gibt im Weltcup verschiedene Verhältnisse. Das hier war aber über dem Limit. Es war unfahrbar glatt, das macht wohl im TV auch keinen Spaß zum Zuschauen", so der Ski-Star zu "20min.ch".
Ähnlich sah es auch Stefan Rogentin, der das Rennen mit der Startnummer eins eröffnete. "Sie wässern, meistens kommt noch Regen, das ist dann meistens etwas zu viel. So ist es halt ein riesiger Kampf. Ich glaube nicht, dass sie es so wollten, da kam das Wetter mit dem Regen dazu", verteidigte der Schweizer die Organisatoren.
Unterstützung bekamen die Schweizer auch vom Abfahrtsweltcup-Führenden Aleksander Aamodt Kilde, der sich mit Rang drei (+0,68) begnügen musste. "Es ist schon am Limit, wir haben nicht so viele Leute, da muss man aufpassen, dass es nicht so extrem ist. Es ist einfach zu viel", so der Norweger.
Am Donnerstag steht auf der Stelvio ein Super-G auf dem Programm. Die legendäre Piste in Bormio wird wieder spiegelglatt sein...