Er stieg am Bahnhof in Wien unbemerkt in den Zug, fuhr alleine bis nach Linz. Dort kümmerten sich dann mehrere Polizisten um den kleinen Ausreißer Amin.
Überglücklich schloss der Papa am Ostersonntag seinen erst zehnjährigen Sohn Amin in die Arme. Zuvor musste der in Wien lebende Syrer mehrere Stunden um seinen Sprössling zittern, wusste nicht wo er geblieben war.
Denn wie berichtet, war der Bub, der am Down Syndrom leidet, gegen 8 Uhr in der Früh am Bahnhof in Wien-Hütteldorf einfach in einen Zug eingestiegen. Sein Vater hatte nichts bemerkt, blieb alleine am Bahnsteig zurück.
Bub fiel rasch anderen Reisenden auf
Im Zug war der kleine Ausreißer rasch den anderen Reisenden aufgefallen. Da er mit den Zugbegleitern nicht sprechen wollte und auch keinen Ausweis dabei hatte, wurde er in Linz an die Polizisten übergeben.
Da zunächst keine Abgängigkeitsanzeige vorlag, übergaben ihn die Beamten vorübergehend an die Akutambulanz des Uniklinikums.
Gegen Mittag kam aber der Anruf von den Kollegen aus Wien. Bis zum Eintreffen von Amins Papa kümmerten sich die Polizisten Irina, Teresa und Christian um den kleinen Ausreißer. Sie vertrieben sich die Zeit mit basteln, malen und Eierpecken.
Nächstes Ostern wird der Bub auf ein ähnliches Abenteuer wohl lieber verzichten...
(mip)