Ein tragischer Unfall mit einem Pferd hat die Osttiroler Gemeinde Assling erschüttert. Ein siebenjähriger Bub ist nach dem Vorfall gestorben, sein Vater liegt schwer verletzt in der Innsbrucker Klinik. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist weiterhin unklar.
Das Drama nahm am vergangenen Sonntag kurz nach 15.30 Uhr im Bereich der Pustertaler Höhenstraße seinen Lauf. Ein Passant entdeckte zunächst ein herrenloses Pferd – wenig später stieß er auf zwei schwer verletzte Personen: einen 42-jährigen Mann und seinen Sohn.
Sofort wurde die Rettungskette in Gang gesetzt. Der Bub musste noch vor Ort reanimiert werden. Vater und Sohn wurden mit dem Hubschrauber in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Zwei Tage später, am Dienstag, erlag der Siebenjährige dort seinen schweren Verletzungen.
Der Vater befindet sich weiterhin in medizinischer Betreuung. "Er ist schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Er liegt auf einer Beobachtungsstation", erklärte Kliniksprecher Johannes Schwamberger am Donnerstag zur "Kronen Zeitung".
Wie es genau zu dem Unfall kam, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Der 42-Jährige konnte bislang noch nicht einvernommen werden. Ob Vater und Sohn vom Pferd gestürzt sind oder auf andere Weise von dem Tier verletzt wurden, ist derzeit nicht geklärt. Fest steht laut Polizei lediglich, dass der Mann der Besitzer des Pferdes ist.
In Assling ist die Anteilnahme groß. "Die Betroffenheit ist enorm. Dieser schreckliche Unfall hat alle zutiefst erschüttert", sagte Bürgermeister Reinhard Mair zur "Krone". Das Unglück ereignete sich im Ortsteil Burg, unweit des Stalls der Familie an der Pustertaler Höhenstraße. Die Familie sei im Ort bekannt, man wolle sie nun bestmöglich unterstützen.
Auch an der Volksschule Assling, die der Bub besuchte, wurde rasch reagiert. Für Schüler und Lehrkräfte wurde psychologische Betreuung organisiert, nachdem die Tragödie bekannt geworden war.