Österreich

Nach Pleite: Urlaubsgeld für 56 Mitarbeiter gerettet

Heute Redaktion
13.09.2021, 23:35

Nach einer Pleite eines Reisebüros rettete die AKNÖ 56 Beschäftigten zumindest den Urlaub. 624.000 Euro hatte das Unternehmen den Arbeitern geschuldet.

Dank der AK Niederösterreich können 56 Mitarbeiter eines insolventen Reisebüros aus dem Bezirk Amstetten zumindest einen verspäteten Urlaub antreten. Sie bekamen ihre offenen Gehälter samt Urlaubsgeld in Rekordzeit vom Insolvenzfonds ausbezahlt. „Das zeigt, wie wichtig es ist, dass AK-Experten die Beschäftigten in dieser schwierigen Situation unterstützen", sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Kein Gehalt seit Mai, von Urlaubsgeld ganz zu schweigen. Und dann meldete der Arbeitgeber auch noch Konkurs an: Der Sommer begann düster für die 56 Mitarbeiter eines Reisebüros mit Sitz im Bezirk Amstetten und Filialen in Oberösterreich. Insgesamt 624.000 Euro schuldete das Unternehmen seinen Mitarbeitern.

Geld zwei Wochen später am Konto

Die Experten der AK Niederösterreich, die für Mitarbeiter offene Ansprüche nach Insolvenzen berechnen und beim Insolvenzentgeltfonds geltend machen, legten Sonderschichten ein. Eine Woche nach Insolvenzeröffnung hatte der Fonds alle notwendigen Daten und Berechnungen. Und die Mitarbeiter den Großteil des Geldes keine zwei Wochen später am Konto – nicht einmal drei Wochen, nachdem der Konkurs eröffnet worden war.

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„Bei Unternehmenspleiten brauchen immer die Beschäftigten am dringendsten Hilfe, weil sie oft seit Monaten auf ihr Geld warten. Deswegen ist es wichtig, dass unsere InsolvenzexpertInnen die MitarbeiterInnen in diesem Verfahren vertreten und berechnen, wie viel der Arbeitgeber seinen Beschäftigten schuldet und diese Ansprüche beim IEF anmelden. Das garantiert, dass sie ihr Geld so schnell wie möglich bekommen", sagt Präsident Markus Wieser. „Wir sind froh, dass wir gerade jetzt den Mitarbeitern des Reisebüros zu ihrem Geld verhelfen konnten."

Und noch eine gute Nachricht hat der Großteil der Mitarbeiter bekommen: Die Filialen ihres ehemaligen Arbeitgebers werden von einem anderen Reisebüro übernommen. Der Großteil der Arbeitsplätze bleibt also erhalten. (wes)