Yppenplatz wird sicherer

Nach Schießerei – erste Maßnahmen am Gewalt-Hotspot

Verstärkte Kontrollen und neue Beleuchtung – das sind die ersten Änderungen in Wien-Ottakring. Bezirkschefin Lamp fordert mehr.
Wien Heute
31.07.2024, 10:29
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Gewalt-Hotspot Yppenplatz. Eine Schießerei im Drogenmilieu brachte den Platz in Wien-Ottakring vor zwei Wochen in die Schlagzeilen. Nach einem Streit gab es auch noch eine Messerattacke auf einen 39-Jährigen. Viele Menschen fühlten sich hier schon lange unsicher. Forderungen nach mehr Polizei und erhöhten Sicherheitsmaßnahmen wurden laut. Zuletzt forderten Anrainer auch ein Platzverbot – "Heute" berichtete.

Immerhin: Erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt. Jetzt ist der Platz heller, die Beleuchtung vor allem im hinteren Bereich von Yppenplatz ist verbessert. "Das ist vielleicht eine kleine Sache, aber auch die Polizei hat ihre Einschätzung abgegeben und gesagt, das erleichtert ihre Arbeit", sagt Bezirksvorsteherin Stephanie Lamp (SP) im "Kurier".

Verstärkte Kontrollen am Yppenplatz

Die nächste Maßnahme zeigt bereits Wirkung am Yppenplatz: Nach der Schießerei wird der Bereich vor allem nachts verstärkt kontrolliert. Auch in die Prävention wird viel investiert: Etwa eine Million Euro kostet die präventive Sozialarbeit in Ottakring.

Noch das ist nicht genug für die Bezirkschefin. Sie wünscht sich zusätzlich verstärkte Polizei-Präsenz, doch das liegt nicht in ihrer Zuständigkeit – das ist Bundessache.

SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig schlug bereits vor, die Polizei der Stadt und nicht dem Innenministerium zu unterstellen. Das ist auch ein Wunsch von Bezirkschefin Lamp: "Wir wissen einfach, dass die Polizei nicht so arbeiten kann, wie sie eigentlich könnte. Aber ich habe auch den Bundesminister um einen Termin gebeten, weil ich wirklich glaube, dass wir hier nur durch den gemeinsamen Schulterschluss zwischen Bezirk, Land und Bund Lösungen finden können."

Problem-Hotspot bei U6

Noch gibt es ein weiteres Sorgenkind in der Nähe: Das Obdachlosenzentrum "Josi". In der Nähe dealen Süchtige, konsumieren in der Öffentlichkeit ihre Drogen. Die Bezirkschefin hält solche Einrichtungen für Menschen, die Hilfe benötigen, für wichtig. Aber: "Natürlich kann man darüber nachdenken, dass man Orte findet, wo sich das vielleicht besser verteilt und ob dort der perfekte Platz dafür ist", so Lamp.

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