Österreich

Nach Schusswechsel: Getöteter Polizist beigesetzt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:51

Vor einer Woche wurde der 26-jährige Polizist bei einem Schusswechsel mit einem wegen Selbstmordabsichten gesuchten Mann in Hirtenberg im Bezirk Baden so schwer verletzt worden, dass er am Tag darauf starb.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ist heute Nachmittag der 26-jährige Andreas H. auf dem Ortsfriedhof seiner Heimatgemeinde St. Veit a.d. Gölsen im Bezirk Lilienfeld beigesetzt worden.

Auch Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll und LHStv. Leitner gaben ihm das letzte Geleit. Der 26-Jährige sei "in Ausübung seiner Pflicht als Polizeibeamter" gestorben, war auf der Parte zu lesen. "Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach dem Erlöschen", stand auf dem Erinnerungskärtchen. Der ganze Ort nahm Abschied - viele junge Menschen ebenso wie zahlreiche Polizeikollegen kondolierten der Familie des getöteten Beamten.

Landespolizeikommandant Arthur Reis verwies in seiner Ansprache darauf, dass Andreas H. äußerst beliebt bei seinen Kollegen und dienstlich äußerst engagiert und so erfolgreich war, dass er vom Bezirkskommandanten auch mit Sonderaufgaben betraut wurde. Recht und Ordnung und der Umgang mit Menschen seien ihm ein Anliegen gewesen. Das unfassbare Geschehen habe das "Wir-Gefühl" in den Reihen der Polizei verstärkt und vor Augen geführt, mit welchen Gefahren der Beruf verbunden ist.

Am vergangenen Freitagnachmittag war es in einem Waldstück in Hirtenberg zu einem Feuergefecht zwischen dem 34-jährigen Thomas P. und den Polizisten Andreas H. sowie Manfred W. (39) gekommen. Der Mann aus Enzesfeld hatte einen zu Monatsbeginn anstehenden Haftantritt ignoriert und seiner Frau gegenüber Selbstmordabsichten geäußert, weshalb sich mehrere Streifen auf die Suche nach ihm machten. Bei dem Schusswechsel wurde der 34-Jährige getötet, die beiden Beamten erlitten schwere Verletzungen - Andreas H. starb am frühen Samstagnachmittag.

APA/Red.

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