Nach Selbstanzündung nimmt Polizei Klimaaktivist fest

Der Demonstrant zündete sich selbst an.
Der Demonstrant zündete sich selbst an.IMAGO Images
Ein Klimaaktivist sorgte beim Laver Cup für einen Eklat und zündete sich selbst an. Mittlerweile ist bekannt, was mit ihm nach dem Vorfall passierte.

Was war das für ein Schock am frühen Freitagabend vor der letzten Profipartie von Roger Federer. Bei der zweiten Einzelpartie am Nachmittag duellierten sich Stefanos Tsitsipas und Diego Schwartzman, als ein Klima-Aktivist den Court in der O2-Arena stürmte. Und nicht nur das – der junge Mann setzte sich selbst in Flammen und sorgte damit für große Aufregung in der Arena. Sekunden später wird der Aktivist von drei Sicherheitsleuten aus der Halle getragen.

Doch wer ist der Mann, der für diesen Eklat sorgte? Viel ist nicht über ihn bekannt. Sein Name ist Kai und er ist 20 Jahre alt. Und es ist nicht das erste Mal, dass der junge Mann Aufsehen erregt. Bereits in der Vergangenheit war er in einigen Videos zu sehen, in denen er seine Haltung kundtat. Die Organisation, deren Teil er ist, heißt "End UK Private Jets», zu Deutsch also «Beendet Privatjets im Vereinigten Königreich".

Federer und Co. reisten mit Jet nach London

Der Aktivist nutzte die Plattform auf der weltweit beachteten Bühne des Laver Cups, um für sein Anliegen aufmerksam zu machen. Dabei kann der Protest auch als direkte Kritik an den Tennis-Superstars verstanden werden. Federer, Rafael Nadal und auch Novak Djokovic reisten für das sportlich mäßig relevante Turnier nämlich allesamt per Privatjet nach London.

Auf Anfrage von "20 Minuten" können die Laver-Cup-Verantwortlichen am Samstag keine neuen Details zum Vorfall geben. Am Freitag äußerte ein Sicherheitsmann gegenüber "20 Minuten" die Vermutung, dass der Mann wohl auf Drogen gewesen sei. Die Polizei meldet derweil in einer Aussendung, dass der Aktivist wegen Verdacht auf schweren Hausfriedensbruch festgenommen worden sei. Und: "Er wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Seine Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich."

"Lächerlich! Total lächerlich!"

Auf Twitter schreibt die Gruppe derweil: "Kai, 20, zündete sich den Arm an. Das lebenswerte Klima unseres Planeten bricht zusammen. Niemand nimmt es ernst. Ist die Menschheit es nicht wert, gerettet zu werden? Lasst uns Widerstand leisten gegen diese Todesmaschine." Während sich die Gruppe also für ihren Protest feiert, wird der junge Mann auch massiv für seine Aktion kritisiert.

Ein User meint: "Lächerlich! Total lächerlich! Wie viele Chemikalien wurden verwendet, um dieses Feuer zu löschen? Wie viele andere, um ihn zu heilen?" Ein anderer schreibt: "Er ist einfach nur ein Idiot." "Wenn man sich für ein Anliegen in Brand setzt, sollte das Feuer wohl länger als ein paar Sekunden brennen", meint ein weiterer User sarkastisch.

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