Nach Skiurlaub in Ischgl: "War 30 Tage im Koma"

Ein deutscher Urlauber infizierte sich im Tiroler Skiort Ischgl mit SARS-CoV-2. Ganze sieben Wochen kämpften Mediziner um sein Leben. Erst vor kurzem konnte der Mann gesund entlassen werden.

Auf ein kurzes buntes Treiben folgte eine lange, gespenstische Stille: Nach einem Ausflug nach Ischgl bekam Daniel S. (Name geändert)Anfang März leichten Husten – die Diagnose lautete: Corona.

Rettung mit akuter Luftnot

Er wurde heimgeschickt, doch urplötzlich verschlechterte sich sein Zustand massiv. Erst in allerletzter Sekunde konnte der vorher völlig gesunde Mann von seinem Bruder ins rettende Krankenhaus gebracht werden. Da litt er bereits an akuter Luftnot.

Schwere Komplikationen

In einem deutschen Spital wurde die Situation dann dramatisch: Vor den Augen von Ärzten und Pflegern stand es von Stunde zu Stunde schlechter um den Ischgl-Heimkehrer. Erst traten Thrombosen in Arm und Bein auf, dann folgte eine Lungenembolie und ein plötzliches Herzversagen.

30 Tage Koma und Beatmung

Ganze 52 Tage war der Mann ans Bett gefesselt. Völlig isoliert und in Bauchlage musste er 30 Tage lang im künstlichen Koma beatmet werden. Eine Herz-Lungen-Maschine übernahm die Sauerstoffversorgung. 

"Wenn's dumm läuft, liegst du auf Intensivstation"

Sein Leben hing am seidenen Faden. Nur sehr langsam ging es mit dem Freizeitsportler dann wieder bergauf. Schließlich konnte völlig genesen das Spital verlassen. Nach seiner Entlassung wandte sich der Patient an die Öffentlichkeit: "Wenn's dumm läuft, liegst du so wie ich auf der Intensivstation und kämpfst um dein Leben", ließ er auf Facebook ausrichten.

Besonders schwere Verläufe möglich

Sein Ärzte-Team warnt ebenfalls: "Daniels Geschichte zeigt, dass Covid-19 wirklich sehr schwere Veräufe haben kann." Aber: "Gut organisiert und gemeinsam kann man den Kampf gegen die Krankheit gewinnen."

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