Dabei war das Rennen des 32-Jährigen bereits in der vierten Kurve zerstört. Perez attackierte den vor ihm fahrenden Mercedes von George Russell, versuchte, außen vorbeizufahren. Es kam zur Kollision, der Mexikaner drehte sich ins Kiesbett und gab später im Rennen auf. Russell kassierte für den Unfall eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er nach Meinung der Rennleitung die Schuld am Unfall hatte.
Wenn es nach Red-Bull-Berater Helmut Marko geht, hätte es allerdings erst gar nicht so weit kommen dürfen. Der Grazer übte nach dem Rennen gegenüber "Sky" scharfe Kritik am Monaco-Sieger. "Wir haben vor dem Start noch gesagt: Nicht außen in dieser Kurve. Das geht nicht", schüttelte Marko den Kopf. "Es war unnötig, weil wir schon früher gesehen haben, dass es dort nicht geht", so Marko weiter.
Der Red-Bull-Konsulent erinnerte an das Jahr 2020, als es bereits einen ganz ähnlichen Unfall gab. Damals traf Serienweltmeister Lewis Hamilton den außen fahrenden Red-Bull-Piloten Alex Albon. "Es ist eine Schande, weil man sieht, dass Checo vorne war. Eine perfekte Imitation des Unfalls von vor zwei Jahren", meinte der 79-Jährige.
"Wenn du es dort probierst, hängst du immer sehr von deinem Gegner ab, dass er dir genug Platz lässt. Wir haben in den Rahmenrennen gesehen, dass es sehr riskant ist", erklärte auch Teamchef Christian Horner.
Perez selbst verteidigte seinen Überholversuch derweil. "Ich war eindeutig vorne, es war Georges Aufgabe, sein Auto unter Kontrolle zu halten, was er nicht geschafft hat. So kam es zur Kollision. Ich hätte nichts tun können, habe ihm genug Platz gelassen und war schon nahe am Kiesbett", meinte Perez. Der Crash zerstörte jedenfalls das Rennen des Mexikaners. Der Red-Bull-Pilot gab auf, um den Motor zu schonen. Dabei war das Stockerl für den 32-Jährigen durchaus in Griffweite.