"Einen Schlag in die Magengrube" nannte Ur-Bayer Thomas Müller das 0:3 bei Manchester City im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League.
Bei den Bayern scheint acht Tage nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Freiburg der nächste Titeltraum geplatzt. Für genau diese Titel wurde Coach Thomas Tuchel geholt. Der Trainer überraschte nach der Abfuhr in Manchester mit seiner Einschätzung der Lage: "Ich habe mich schockverliebt in mein Team. Mit der Leistung bin ich hochzufrieden."
Müller leitete die Frage nach der tristen Bilanz Tuchels an Sportboss Salihamidzic weiter. "Da könnt ihr den Hasan fragen. Die Debatte birgt natürlich Zündstoff." Bayern-Boss Oliver Kahn versuchte zu beruhigen. "Tuchel macht das super."
Sein Vorgänger Julian Nagelsmann hatte alle acht Champions-League-Partien in dieser Saison gewonnen und nur zwei Gegentore kassiert. Tuchel fing im Schlager bei City gleich drei Treffer.
Dafür gab es nach der Pleite reichlich Spott – und das auch von der Uefa! Im Liveticker des europäischen Fußball-Verbands heißt es in der 74. Minute noch vor dem 2:0 von City: "Ein Penny für die Gedanken von Julian Nagelsmann..."
Am Tag nach dem Match entschuldigte sich die eigentlich neutrale UEFA für den Spruch bei den Bayern und zog auch die Konsequenzen. Der freie Mitarbeiter, der für den Ticker-Eintrag verantwortlich war, wurde rausgeschmissen.
In einem offiziellen Statement der UEFA heißt es: "Die Nachricht wurde von einem freien Mitarbeiter gepostet, der nicht mehr mit der Uefa zusammenarbeiten wird. Die Uefa hat sich privat bei Bayern München entschuldigt."