Ein unbekannter Täter dürfte am Freitag in der Zeit zwischen 18.45 und 21.00 Uhr Sprengsätze an zwei geparkten Fahrzeugen im steirischen Leibnitz angebracht haben. Diese detonierten in der Folge, wobei ein Sprengkörper an einem geparkten Fahrzeug ausgelöst wurde. Ein Zweiter detonierte, als der Fahrzeugbesitzer sein Fahrzeug bereits in Bewegung gesetzt hatte und einige Kilometer gefahren war.
Beide Fahrzeuge wurden beschädigt, verletzt wurde bei diesen beiden Detonationen jedoch niemand. Zur selben Zeit fand in unmittelbarer Nähe eine Gebetsstunde der Glaubensgemeinschaft "Zeugen Jehovas" statt, an der beide Fahrzeugbesitzer teilnahmen. Ein Zusammenhang mit dieser Veranstaltung ist derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen, so die Polizei. Deshalb herrscht nun auch in Wien Sicherheitsalarm.
Im Wiener Ernst-Happel-Stadion findet derzeit wieder der Sommerkongress der "Zeugen Jehovas" statt – die Veranstalter reagierten umgehend und verschärften die Sicherheitsmaßnahmen stark. Bis zu 9.000 Gläubige aus ganz Europa werden zu der Veranstaltung erwartet. "Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) hat bereits eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren", so die Polizei gegenüber der APA.
"Auch potenziell gefährdete Einrichtungen werden sensibilisiert und polizeilich verstärkt überwacht", heißt es von den steirischen Ermittlern.