Es ist eine Geschichte, wie sie nur in Corona-Zeiten passieren kann. In Linz wurde am Mittwoch eine junge Frau (19) verurteilt, weil sie im August trotz einer Corona-Infektion und eines gültigen Absonderungsbescheides mit der Straßenbahn unterwegs war. Kurios ist allerdings, wie der Fall überhaupt bekannt wurde.
Und das war so: Die 19-Jährige wollte ihre Quarantäne eigentlich in der Wohnung ihres Freundes absitzen. Doch wie das Leben so spielt, wenn man mehrere Tage auf engstem Raum zusammen lebt - es gab Streit. Der wurde so heftig, dass die junge Frau wutentbrannt die Wohnung verließ und in ihre eigene Wohnung fuhr. Sie benutzte dazu die Straßenbahn.
Der Freund dürfte das aber nicht so toll gefunden sein, denn er schnappte sich sein Telefon und rief die Polizei an. Der erzählte er, dass seine Freundin gerade trotz einer Corona-Infektion unterwegs sei und nannte der Polizei auch gleich die Wohnadresse der Frau.
Die Polizei fuhr zu der Adresse und die Frau zeigte sich auch sofort geständig. Ein Gerichtsprozess blieb ihr dennoch nicht erspart. Sie zeigte sich einsichtig und erklärte, dass sie in einer Ausnahmesituation und sich der Konsequenzen nicht bewusst war. Es tue ihr leid. Am Mittwoch wurde sie zu zwei Monaten Haft (bedingt auf zwei Jahre) verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.
Der Freund der jungen Frau ist übrigens mittlerweile, nicht ganz überraschend, der Ex-Freund.