Eine Woche nach dem Anschlag auf Wien müssen viele nun mehr als den Schock der Nacht verdauen: Während Menschen sich in Kellern und Lokalen vor den Schüssen versteckten, infizierten sich einige von ihnen mit Corona.
„Ich habe mich in der Terrornacht angesteckt“, sagt Friso Schopper, Chef der Champagner-Bar „Dosage“ in „Heute“. Als die ersten Schüsse am 2. November 200 Meter von seinem Lokal entfernt fielen, verbarrikadierte sich der Wirt mit einigen anderen Menschen drinnen.
„Ich habe zum Glück einen sanften Verlauf, das ist leider nicht bei allen so.“ Corona-Partys, wie sie etwa zu Halloween in einem anderen City-Lokal gefeiert wurden, verurteilt er zutiefst: „Das ist verantwortungslos. Bitte bleibt daheim und ladet niemanden ein“, appelliert der Wirt.
Auch Marianne Kohn, Chefin der "Loos Bar" in der Wiener Innenstadt, kennt Menschen, denen dasselbe wie Schopper passiert ist. "Leider sind einige Freunde von mir positiv getestet worden", sagt sie.