40 Todesopfer forderte der Brand in einer Bar in Crans-Montana zu Silvester. Die Bestürzung war nicht nur in der Skiwelt riesig, getrauert wurde zuletzt auch noch in Adelboden – die normale Partystimmung blieb aus. Und dennoch: Trotz der Feuer-Katastrophe sollen bloß einen Monat später, Ende Jänner im Schweizer Skiort bereits wieder Weltcup-Rennen ausgetragen werden. Bereits vor einigen Tagen wurde die Entscheidung angekündigt, nun wurde es nochmals offiziell bestätigt. Das bittere Motto: "The Show must go on!"
"Nach reiflicher Überlegung haben wir entschieden, die diesjährigen Rennen durchzuführen und den Rahmen der Veranstaltung den Umständen anzupassen. Diese Entscheidung steht für unseren Anspruch, den Sport mit Würde und Respekt zu leben", erklären die Organisatoren in einer Aussendung, die auch auf der Website der Rennen veröffentlicht wurde.
Auch der Skiweltverband FIS bestätigt gegenüber "20 Minuten", dass an den Rennen festgehalten wird. "Was das Rahmenprogramm betrifft (z. B. Startnummernauslosung, Siegerehrungen sowie weitere Side-Events), werden Anpassungen vorgenommen", so die FIS.
Das Organisationskomitee von Crans-Montana befindet sich derzeit in einer Evaluierungsphase, um zu entscheiden, wie diese Änderungen konkret umgesetzt werden. Die FIS betont: "Crans-Montana wünscht sich, dass die Veranstaltung dazu beiträgt, wieder aufzustehen, positive Emotionen zu erleben und zugleich Raum für Begegnung und Gemeinschaft zu schaffen – ohne zu vergessen und im Gedenken an die Opfer mit Zurückhaltung und Respekt."
Sobald es neue Entscheidungen gibt, werden weitere Details zum Ablauf transparent bekannt gegeben. Gegenwärtig liegt der Fokus der Veranstalter auf der Vorbereitung der Pisten, die bereits am 13. und 14. Jänner für Europacup-Slaloms der Herren in gutem Zustand sein müssen. Danach sind vom 30. Jänner bis 1. Februar die Weltcup-Rennen der Damen (eine Abfahrt und ein Super-G) sowie der Herren (eine Abfahrt) geplant.
In den vergangenen Jahren haben etwa Startnummernziehungen, Siegerehrungen im Dorfzentrum und Konzerte viele Besucher angelockt. Für heuer wären eigentlich Konzerte mit Künstlern wie Bastian Baker und Après-Ski-Events mit DJs geplant gewesen. Diese könnten nun aber aus Respekt gegenüber den Betroffenen der Silvester-Tragödie abgesagt werden.