Da hätte man sich den vielen Ärger auch gleich sparen können. Für große Empörung sorgte im Sommer eine Plakat-Kampagne des Landes Vorarlberg. Weil man keine Lehrer fand, versuchte man, diese in anderen Bundesländern im fernen Osten abzuwerben. Damit nicht genug, wurde noch dazu mit einer Prämie von satten 6.000 Euro gelockt.
Bei der Plakataktion mginge es darum, Lehrpersonen im Burgenland anzusprechen, die dort für dieses Jahr keine Stelle gefunden hätten. "Im Burgenland gibt es nämlich einen Überhang an Lehrern“, sagte Mettauer-Stubler damals im Gespräch mit "Heute". Eine Ausweitung der Werbeaktion auf andere Bundesländer sei nicht geplant, weil man keinem Bundesland Lehrer abwerben wolle, das selber Probleme mit dem Lehrermangel hätte. Allerdings wurden auch in Railjets der ÖBB Werbungen geschalten.
Der Erfolg hingegen ist recht überschaubar, um es noch höflich zu formulieren. Einer Anfragebeantwortung von Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) geht hervor, dass die Kampagne den Steuerzahler insgesamt 26.000 Euro kostete. Auf der anderen Seite habe sich keine einzige Person für eine offene Stelle beworben, berichtet der ORF Vorarlberg weiter. Allerdings habe man trotzdem acht Lehrer aus anderen Bundesländern anstellen können.
Freilich ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wegen des Lehrer-Mangels, der neben Vorarlberg auch in Wien besonders drängend ist, habe man bereits Freifächer streichen müssen, so der Vorarlberger Bildungsdirektor Heiko Richter laut ORF. Man müsse eben zuerst die Pflichtfächer abdecken.