Ein rabiater Autolenker lieferte sich in Wien-Donaustadt eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, danach schlug er auf zwei Beamte ein. Sie wurden verletzt.
Ein Lenker zuckte am Mittwoch um 23.50 Uhr bei einer Verkehrskontrolle in der Arbeiterstrandbadstraße in Wien-Donaustadt aus: Als die Polizei den grauen Pkw stoppen wollte, beschleunigte der gebürtige Nigerianer und fuhr die Arbeiterstrandbadstraße in Richtung Bruckhaufen davon.
Drei Streifenfahrzeuge verfolgten den Flüchtenden mit Blaulicht mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h. Plötzlich schaltete der Flüchtende die Scheinwerfer aus und bog in die Wildbadgasse ein. Ein Streifenfahrzeug bog in die Warhanekgasse ein, als das bereits langsam fahrende und unbeleuchtete Fahrzeug des 51-Jährigen auftauchte. Um eine Kollision zu vermeiden musste der Beamte eine Notbremsung hinlegen.
Zeitgleich trafen die beiden anderen Polizeifahrzeuge am Tatort ein, der Flüchtenden konnte angehalten werden. Doch der 51-Jährige wollte nicht aussteigen. Bereits im Fahrzeug begann der Mann wild um sich zu schlagen und zu schreien. "Den Polizisten gelang es den Mann aus dem Auto zu befördern, wobei er sich mehrmals losriss und mehrere Stöße gegen die Beamten setzte. Bei der Festnahme wurden zwei Polizisten verletzt. Ein Beamter erlitt eine Schulterverletzung, der andere einen Bänderriss am Knöchel", so Polizei-Pressesprecherin Irina Steirer zu "Heute". Der Afrikaner war weder betrunken noch unter Drogen, sein Motiv ist unklar.
(pet)