Formel 1

Nach WM-Eklat verlässt umstrittener Renndirektor die F1

Michael Masi nimmt endgültig den Hut. Seit dem umstrittenen WM-Finale in Abu Dhabi war der ehemalige Rennleiter in die zweite Reihe gerückt.
Sebastian Klein
12.07.2022, 18:13
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Beben in der Formel 1! Michael Masi zieht sich aus der PS-Königsklasse zurück.

Der Rennleiter der vergangenen Saison wurde im letzten Rennen 2021 unfreiwillig zum Protagonisten im Titelkampf zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton. Er ließ den Grand Prix von Abu Dhabi nach einer Safetycarphase eine Runde vor Schluss neu starten. Davor ließ er aus Zeitnot nur die überrundeten Autos zwischen Leader Hamilton und Verstappen zurücküberholen. Es kam, wie es kommen musste. Verstappen überholte den Rekord-Champion in der allerletzten Rennrunde auf den frischeren Reifen, krallte sich den verloren geglaubten Titel.

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Mercedes, allen voran der Wiener Teamchef Toto Wolff, tobten. Sie fühlten sich um die WM betrogen. Sein Funkspruch: "Nein, Michael, nein! Das ist nicht richtig", ging um die Welt. Die Silberpfeile blitzten zwar mit allen Protesten ab, erreichten aber die Absetzung von Masi.

Diese Entscheidung vom internationalen Rennverband FIA sorgte erneut für Unruhe. Für viele wurde Masi lediglich zum Bauernopfer. Für den streitbaren Ex-Renndirektor gibt es aber offenbar keinen Weg mehr zurück. Er zieht nun selbst die Notbremse.

Der Australier kehrt mit 44 Jahren in seine Heimat zurück, will abseits der Formel 1 eine neue Herausforderung suchen und so mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Masi nimmt sich mit dieser Entscheidung aber auch aus der Schusslinie. Die vergangenen Monate und die herbe Kritik sind wohl auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen.

Und die Formel 1? Die ersetzte Masi schon vor der Saison 2022 mit dem Duo Nils Wittich und Eduardo Freitas. Auch sie müssen sich schon mit Kritik von Seiten der Teams und Fahrer herumschlagen. Ihnen wird, wie auch Vorgänger Masi, eine zu undurchsichtige Auslegung des Regelwerks vorgeworfen. Für vergleichbare Vergehen werden teils unterschiedliche Strafen verhängt, so der Vorwurf der Kritiker.

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