Nach Zeckenbiss: Vier Kinder mit FSME-Verdacht im Spital

Vier Buben haben nach Zeckenbissen FSME-Symptome, drei der Kinder wurden stationär im Krankenhaus aufgenommen.
Vier Buben haben nach Zeckenbissen FSME-Symptome, drei der Kinder wurden stationär im Krankenhaus aufgenommen.Getty Images/iStockphoto
Im Uniklinikum Salzburg werden derzeit junge Patienten behandelt, die nicht vollständig gegen FSME geimpft waren.

Vier Buben zwischen drei und 13 Jahren wurden in den letzten Tagen von einer Zecke gebissen und haben nun akute FSME-Symptome. Drei der Kinder mussten im Uniklinikum Salzburg stationär aufgenommen werden. "Sie haben eine nachgewiesene Hirnhautentzündung", bestätigt Oberarzt und Infektiologe Neil Jones den "Salzburger Nachrichten"

Buben haben Schmerzen und Fieber

"Die Kinder leiden wirklich – sie brauchen eine intravenöse Schmerztherapie und Fiebermedikamente", beschreibt der Mediziner den kritischen Zustand der jungen Patienten. Keiner der Buben war vollständig, also drei Mal, gegen FSME geimpft. Jones warnt nicht nur vor der akuten Infektion, sondern auch "vor den Spätfolgen".

Kinder und Jugendliche, die von einer Zecke mit FSME infiziert werden, können auch noch nach Jahren an Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen und Erschöpfung leiden. Das geht dann manchmal sogar soweit, dass die betroffenen Schüler wegen ihrer Beschwerden sogar eine Klasse wiederholen müssen

Experten rufen nun verstärkt zum Impfen auf, denn "2022 ist ein Zeckenjahr", betont Uniklinikum-Vorstand Richard Greil. Im Vorjahr erkrankten in Österreich insgesamt 128 an FSME – mehr als in den Jahren davor. Während in Wien und im Burgenland kein Fall bekannt war, zählten Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol zu den Zecken-Hotspots.

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